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19 Juli 2017, 11:00
Schüller verunglimpft Benedikt-Grußwort als 'Stillosigkeit'

Deutscher Kirchenrechtler Schüller wettert über Grußwort von Benedikt beim Meisner-Begräbnis und zeigt sich frustriert, weil sich der emeritierte Papst immer wieder zu Wort meldet

Köln (kath.net)
Thomas Schüller, der umstrittene Kirchenrechtler der Universität Münster, hat am Montag gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) das Grußwort von Papst Benedikt XVI. beim Begräbnis von Kardinal Meisner kritisiert. Schüller behauptet, dass der emeritierte Papst von Franziskus-Kritikern instrumentalisiert werde. Der Kirchenrechtler meint hier kontkret Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein und andere aus dem nahen Umfeld. Schüller verunglimpft das Grußwort dann als eine "Stillosigkeit und ein Kirchenpolitikum" und meint, dass der ehemalige Papst nicht selbst die treibende Kraft sei.

Frustriert zeigt sich Schüller auch darüber, dass Benedikt XVI. sich immer wieder öffentlich zu Wort melde. (A.d. Red. Papst Franziskus hat ihn dazu selbst ermutigt!).

Auch Erzbischof Gänswein bleibt ein Feindbild des Kirchenrechtlers, weil dieser bei einem Vortrag von zwei Päpsten gesprochen hat. Dies sei für Schüller "dogmatisch und kirchenrechtlich" ein Unsinn. Die Amtsbezeichnung emeritierter Papst, papa emeritus, gäbe es laut Schüller nicht. Auch dass Benedikt XVI. nach wie vor ein weißes Gewand trage, sei - so der Kirchenrechtler - ein "Bruch mit der Tradition".