17 Juli 2017, 11:46
BILD über die Benedikt-Worte: 'Kirchen-SOS'
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'BenediktXVI'
BILD-Zeitung sieht die dramatischen Worte von Benedikt XVI. beim Meisner-Begräbnis als Worte der Selbstkritik aber auch als leise Kritik an Papst Franziskus – Viel deutlicher könne eine „Zwischen den Zeilen“-Botschaft kaum sein, urteilt die BILD

Köln (kath.net)
Die BILD-Zeitung hat am Sonntag die Worte von Benedikt XVI. beim Begräbnis als „Kirchen-SOS“ bezeichnet. Insbesondere die Worte „…auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist“ haben für gewaltiges Aufsehen weltweit gesorgt. Für die BILD sind es Worte, die ahnen lassen, wie dramatisch der emeritierte Papst Benedikt XVI. die Lage der katholischen Kirche und die Zukunft der Gesellschaft einschätzt. Benedikt hat auch die Ursache benannt, die Diktatur des Zeitgeists. Viel deutlicher könne eine „Zwischen den Zeilen“-Botschaft kaum sein, urteilte die BILD. Kardinal Meisner hatte der emeritierte Papst dann mit folgenden Worten gelobt: „Wir wissen, dass es ihm, dem leidenschaftlichen Hirten und Seelsorger, schwerfiel, sein Amt zu lassen, und dies gerade in einer Zeit, in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen und ganz entschieden aus dem Glauben leben und denken.“

Werbung
irak



Für die BILD sind die Worte so brisant, weil man die Wort Benedikts Worte als Selbstkritik aber auch als leise Kritik an Papst Franziskus lesen könne. Fakt ist, dass Kardinal Meisner zu den „Dubia“-Kardinälen gehörte und von Franziskus trotz mehrfacher Bitten nicht empfangen wurde. Auch das Drama mit der Ablösung von Kardinal Müller hat Benedikt XVI. mitbekommen.

Kritisch zeigt sich BILD dann auch zu den Personalentscheidungen von Franziskus und zur Stimmung bei Vatikanmitarbeitern, die laut der Zeitung über eine Atmosphäre zunehmender Verunsicherung und Misstrauens hinter den Mauern des Kirchenstaats berichten. Es sei von Reformansätzen ohne echte Reformen, von Lagerbildung und von ruppigem Umgang mit kritischen Stimmen die Rede. Dies stehe laut BILD im Kontrast zur fröhlichen Fassade bei den Audienzen oder in den zahlreichen Papst-Interviews.

Auch seien die Besucherzahlen für das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“ hinter den Erwartungen zurückgeblieben und die Besucherzahlen der öffentlichen Audienzen weiter rückläufig.

Papst em. Benedikt XVI. – Das Gedenkwort für Kardinal Meisner in voller Länge.

Archivfoto: Papst Benedikt XVI. in Erfurt




Foto: Erzbischof Gänswein trägt das Grußwort Benedikts XVI. vor




Begräbnis von Kardinal Meisner - In voller Länge, mit dem Benedikt-Grußwort ab Min 2:30:30











kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Kostadinov am 19.7.2017
Deutsche Gründlichkeit...
 
SCHLEGL am 18.7.2017
FRAGE
 
Waldi am 18.7.2017
Verehrter @myschkin,
 
myschkin am 18.7.2017
@Waldi
 
Waldi am 18.7.2017
Verehrter @myschkin,
 

 

meist kommentierte Artikel

Der 'unsägliche' Papst - UPDATE (137)

547 Missbrauchsfälle bei Regensburger Domspatzen (79)

Der überforderte Papst (76)

Schönborn greift 'Dubia-Kardinäle' an (74)

'Domspatzen-Bericht entlastet Georg Ratzinger' (50)

Gesinnungsterror gegen Uni-Professor Kutschera (42)

Gänswein: Benedikt XVI. wollte Franziskus nicht kritisieren (33)

Jesuit Zollner rät Müller zu Aussprache mit Regensburger Opfern (32)

Kardinal Müller: Amt als Glaubenspräfekt endete ohne Begründung (27)

BILD über die Benedikt-Worte: 'Kirchen-SOS' (25)

Papst ruft Müllmann an, der bei einem Unfall beide Beine verlor (23)

Erzbischof Schick ruft zu mehr Ehrfurcht im Gottesdienst auf (21)

Erzbischof von Straßburg warnt (20)

Schüller verunglimpft Benedikt-Grußwort als 'Stillosigkeit' (19)

Marcello Pera: Papst Franziskus treibt ‚verborgenes Schisma’ voran (19)