07 Juni 2017, 09:00
Warum wird Ihr Buch 'Johnny Designed' am Ende so katholisch?
 
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„Wenn mein Buch den Freikirchlern zu katholisch ist, dann tut es mir leid. Ich werde allerdings nichts daran ändern.“ Gastkommentar von Veronika Grohsebner

Wien (kath.net) Ich fand in meinen E-Mails die Nachricht einer lieben Bekannten, die mein Buch "Johnny Designed" in ihrem überkonfessionellen Einsatzbereich gerne weiterempfiehlt. Allerdings käme Kritik von den Freikirchlern, warum das Buch am Ende "katholisch" wird, so können sie es in ihren Kreisen nicht weiterempfehlen. Es folgt die Anfrage, ob ich da nicht eine Neuauflage machen könnte...?

Hier meine Antwort darauf:

Wenn das Buch den Freikirchlern zu katholisch ist, dann tut es mir leid. Ich werde allerdings nichts daran ändern.

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Schade, dass in dieser Hinsicht doch eine gewisse Enge herrscht. Ich selber lese durchaus Bücher anderer Konfessionen – Romane, keine theologischen Werke – und bin dazu fähig, die guten Sachen zu behalten und das, was ich nicht gut finde, einfach beiseite zu lassen.

So bin ich zum Beispiel sprachlos und demütig vor dem Beispiel von Desmond Doss in dem Film „Hacksaw Ridge“ (ein Kriegsfilm von Mel Gibson, nichts für schwache Nerven), eine wahre Geschichte, der Held ein Sieben-Tage Adventist. Die Lehre der Freikirche/Sekte (weiß ich nicht genau) ist für mich ein wenig eigenartig, aber der Heilige Geist weht, wo er will. Und was dieser Mann in seiner Liebe zu Jesus und den Menschen getan hat – der Film zeigt nur einen kleinen Ausschnitt davon – ist einfach unglaublich und inspirierend. Da ist es mir völlig egal, ob er katholisch ist oder eben irgendwie anders christlich.

Die Fakten im „Johnny Designed“ bleiben Fakten, ganz egal ob jemand gläubig ist, katholisch oder irgendwie anders christlich. Die Schätze der katholischen Kirche kann und will ich nicht weglassen nur einfach deshalb, weil sie jemandem nicht „schmecken“. Ich bin nicht gewillt, von meinen Büchern „ökumenische“ Versionen zu machen, ich schreibe bewusst katholisch und bin überzeugt davon, dass das mein apostolischer Auftrag ist.

Bei meiner Arbeit denke ich außerdem nicht darüber nach: „Was kann ich schreiben, um das oder jenes bei der einen oder anderen Lesergruppe zu bewirken?“ Als Schriftstellerin kann ich nur die Geschichten schreiben, die ich auch tatsächlich in mir habe. Alles andere wirkt gekünstelt und berührt niemanden.

Übrigens steht am Anfang jeder meiner Schreibeinheiten ein Stoßgebet zum Heiligen Geist, davon sind meine Bücher das Ergebnis. Vielleicht kann ja dieser Hinweis den Freikirchlern eine Hilfe sein… : )

Weiterführende kath.net-Artikel:
- Veronika Grohsebner im kath.net-Interview: „Jugendbuchautorin: Auch mein nächstes Buch wird wieder katholisch!“

- Rezension zum Buch „Veronika Grohsebner – Benjamin Coleman 1: Das Versprechen“: „Herausragendes katholisches Jugendbuch mit spannender Action“

kath.net-Buchtipp
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Johnny Designed
Von Veronika Grohsebner
315 Seiten; 210 mm x 148 mm
2013 Grohsebner, Veronika
ISBN 978-3-200-03256-9
Preis 12.00 EUR

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Foto © kath.net/Veronika Grohsebner







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