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11 Mai 2017, 08:00
Stichwort: Eisheilige

Zur Mitte des Mai können die Launen des Wetters noch einmal kalte Tage mit Minusgraden übers Land bringen.

Fulda (kath.net/bpm/bpf). Mitte Mai sind sie wieder in aller Munde, die Eisheiligen. Das Wetter zu dieser Zeit führt dazu, dass ihre Namen nicht vergessen sind: die Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Zur Mitte des Monats Mai können nämlich die Launen des Wetters noch einmal kalte Tage mit Minusgraden übers Land bringen. Die Bezeichnung dieser Tage mit den genannten „Eisheiligen“ ist auf den kirchlichen Heiligenkalender und die Prägung gerade des ländlichen Lebens durch die kirchlichen Feste zurückzuführen.

Vor allem in Norddeutschland und den Niederlanden wird der heilige Mamertus, dessen die Kirche am 11. Mai gedenkt, zu den Eisheiligen gezählt. Mamertus führte als Bischof des französischen Vienne die dreitägigen Bittage vor Christi Himmelfahrt ein, die noch heute in der Kirche begangen werden; er starb um 474. Am 12. Mai ist der Festtag des heiligen Pankratius. Dieser erlitt im Alter von 14 Jahren unter Kaiser Diokletian um 305 den Märtyrertod; er wird als Patron der jungen Saat und Blüten angerufen. Der heilige Servatius wird am 13. Mai gefeiert; er war im 4. Jahrhundert Bischof von Tongern und starb am 13. Mai 384 in Maastricht. In ganz Westeuropa breitete sich seine Verehrung schnell aus. Sein Grab in der Servatiuskirche in Maastricht wurde ein vielbesuchtes Wallfahrtsziel. An den heiligen Märtyrer Bonifatius von Tarsus erinnert die Kirche am 14. Mai. Wenig ist über ihn bekannt. Er wird oft mit Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, verwechselt, dessen Gedenktag am 5. Juni ist. Sophia – ihr Tag wird auch als „eiskalte Sophie“ bezeichnet – starb in Rom als Märtyrerin unter Diokletian um 305; ihr Gedenktag ist der 15. Mai.