19 April 2017, 11:32
Der auferstandene Christus – unsere Hoffnung
 
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Franziskus: ‚Tod, wo ist dein Sieg? / Tod, wo ist dein Stachel?’. Die christliche Botschaft erwächst nicht aus den Gedanken eines Weisen, sondern tritt von außen an die Menschheit heran. Sie Suche Gottes nach uns. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe. Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen? Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, / gemäß der Schrift, und ist begraben worden. / Er ist am dritten Tag auferweckt worden, / gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf“ ( 1 Kor 15,1-5).

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Generalaudienz am Mittwoch in der Osteroktav. In seiner Katechese setzte Papst Franziskus die Betrachtungen zur christlichen Hoffnung fort und setzte sie im Licht Osterns und der Auferstehung Christi auseinander. Dabei ging er vom ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther aus (1 Kor 15).

In diesem Brief spreche der Apostel Paulus von der Auferstehung als dem Ausgangspunkt unseres Glaubens. Das Christsein sei ein Weg des Glaubens, der bei diesem Ereignis beginne, welches das Leben einiger Personen grundlegend verändert habe. Dies habe sie zu kraftvollen Zeugen gemacht.

Die christliche Botschaft erwachse nicht aus den Gedanken eines Weisen, „sondern tritt von außen an die Menschen heran“. Paulus wolle das Unerhörte des Ostergeheimnisses deutlich machen, wenn er hervorhebe, „dass das Evangelium nicht nur darin besteht, dass Christus für uns gestorben ist“. Wenn alles mit dem Tod Jesu geendet hätte, wäre das nur ein Beispiel höchster Hingabe gewesen, das aber unseren Glauben nicht hätte erwecken können.

Christus sei auferstanden, er „erschien dem Kephas, dann den Zwölf“ (1 Kor 15,5). Auch Paulus selbst habe das – wie ein Unwürdiger: "als Letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der «Missgeburt»" – erfahren dürfen, als der Auferstandene ihm auf der Straße nach Damaskus begegnet sei und alle seine bisherigen Vorstellungen auf den Kopf gestellt habe: „Immer wieder kommen Menschen so zum Glauben“.

Es sei nicht in erster Linie unsere Suche nach Gott, sondern die Suche Gottes nach uns. Jesus habe uns „gepackt, uns ergriffen“, uns sich zu Eigen gemacht, um uns nicht wieder loszulassen. Das Christsein „ist ein Geschenk, eine Überraschung, und deshalb bedarf es unsererseits eines Herzens, das zu staunen vermag“.

Das Christsein bedeute, nicht vom Tod auszugehen, sondern von der Liebe Gottes zu uns, die unseren Todfeind, die Sünde, besiegt habe. Gott „ist größer als das Nichts, und es genügt eine einzige angezündete Kerze, um die finsterste aller Nächte zu besiegen“. Paulus lasse das Wort der Propheten neu erklingen: „Tod, wo ist dein Sieg? / Tod, wo ist dein Stachel?“ (V. 55). Und „wenn sie uns nach dem Warum unseres geschenkten Lächelns und unseres geduldigen gemeinsamen Teilens fragen werden, dann werden wir antworten können, dass Jesus noch hier ist, dass er weiter lebt in unserer Mitte“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen, besonders die Dekane aus dem Erzbistum München und Freising, begleitet von Kardinal Reinhard Marx und seinen Weihbischöfen, sowie die österreichischen Seminaristen mit Weihbischof Anton Leichtfried. Tragt die Freude des auferstandenen Christus in eure Gemeinden als Zeugnis für das Leben, das nicht vergeht. Der Herr segne eure Wege!


Video der Generalaudienz








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