13 April 2017, 09:00
Saudische Frau in Lebensgefahr – 'Wo bleibt der Aufschrei?'
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Frauen'
Saudische Frau wollte in Australien Asyl beantragen, philippinische Behörden bringen sie zurück, ihr droht Todesstrafe wegen Flucht - Frauenzeitschrift „Emma“ empört über das Schweigen von Feministinnen, Politikern und Menschenrechtsorganisationen

Köln (kath.net) „Ob Dina Ali Lasloom überhaupt noch lebt, ist zu diesem Zeitpunkt unbekannt. Denn auf das, was sie getan hat, steht für Frauen in Saudi-Arabien die Todesstrafe: Sie ist geflüchtet, aus einem Land, das für Frauen einem Gefängnis gleicht – so hat sie es selbst auf Twitter formuliert. Ihr Ziel: Sydney, Australien. Dort wollte Dina Ali Asyl beantragen.“ Das berichtete die Frauenzeitschrift „Emma“. Auf den Philippinen wurde sie dann offenbar von den Behörden aufgegriffen. Mit einem Video richtete sich Lasloom via Twitter an die Öffentlichkeit. „Emma“ zitierte aus dem Video: „Bei einer Zwischenlandung auf den Philippinen haben sie mir meinen Pass weggenommen und haben mich eingesperrt – weil ich von der saudischen Botschaft gesucht werde. Wenn meine Familie kommt, werden sie mich töten. Wenn ich nach Saudi-Arabien zurückgebracht werde, bin ich tot. Bitte helft mir. Mich gibt es wirklich!“

Werbung
ninive 4


Die Frauenzeitung fragte weiter, was denn auf diesen Hilferuf aus Manila gefolgt sei? Ob es zu lautstarkem und weltweitem „Protest von PolitikerInnen“ gekommen sei? Zu scharfen Appellen von Menschenrechtsorganisationen? Zu einem „Aufschrei unter Feministinnen“? Davon sei nichts passiert, „die Hilferufe der jungen Frau verhallten erstmal quasi im Nichts. Mehr noch: Die philippinische Einwanderungsbehörde dementierte, dass eine Araberin mit dem Namen Dina Ali Lasloom am Flughafen in Manila aufgegriffen worden sei. Alles frei erfunden?“

Auf Twitter hätten sich bereits zahlreiche arabische Frauen solidarisiert. Die saudische Botschaft in Manila habe bereits eine Stellungnahme veröffentlicht, wonach Lasloom wieder in ihrer Heimat sei, es gehe um eine „Familienangelegenheit“. „Emma“ kommentiert abschließend: „Nicht nur die Frauen in Saudi-Arabien wissen, was das bedeutet.“

Link zum „Emma“-Beitrag in voller Länge: Dina Ali: „Sie werden mich töten!“.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Kardinal Brandmüller: Papst hatte Dubia-Brief erhalten! (63)

Kardinal Burke: Wir haben Dubia-Brief bei Papst-Residenz abgegeben (58)

Tagung: Ist Gold in Liturgie noch zeitgemäß? (40)

Deutsche Bundespolizei weist ab sofort bestimmte Flüchtlinge zurück (31)

„Bistum Genf droht wegen des Papstbesuchs der Konkurs“ (30)

Streit um Kommunionempfang: Eine Frage des Kirchenrechts (30)

Scharfe Kritik an Totendiamanten durch Berliner Bischöfe (28)

Bischof Schwarz: „Ich habe ihn bisher immer gedeckt“ (25)

Die Verführung der niederträchtigen Kommunikation, die zerstört (25)

Zwei Donnerschläge aus Rom (21)

Ohne Islam-Reform droht Islamisierung Europas (20)

Das 'Verlustgeschäft' der Ökumene (19)

„Ich wusste seit 2002, dass Kardinal McGarrick sexuell belästigt“ (17)

Linkskatholiken attackieren CSU wegen Asyl-Krise in Deutschland (16)

„Wir werden den Tod von Alfie niemals akzeptieren!“ (13)