03 März 2017, 11:30
Vatikanist Socci: Ehemalige Unterstützer wollen Franziskus’ Rücktritt
 
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Die innere Situation der Kirche sei angesichts des Vorgehens des Papstes ‚explosiv’. Deshalb wollten einige einflussreiche Kardinäle Franziskus zum Rücktritt bewegen, berichtet der Vatikanexperte Antonio Socci.

Rom (kath.net/EWTN/jg)
Eine Gruppe Kardinäle, welche die Wahl von Papst Franziskus unterstützt hat, fürchtet jetzt, seine Reformen könnten zu einem Schisma führen. Die Kardinäle wollen ihn von einem Rücktritt überzeugen, berichtet der Vatikanexperte Antonio Socci in einem Artikel für die italienische Zeitung Libero.

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Es sei bemerkenswert, dass dies nicht von den „konservativen“ Kardinälen ausginge, die Franziskus schon bald nach seiner Wahl offen abgelehnt hätten. Die Kür Bergoglios sei von „progressiven“ deutschen Kardinälen und einer Fraktion aus der römischen Kurie befürwortet worden, die mit der Regierung Benedikts XVI. unzufrieden gewesen seien, schreibt Socci.

Vier Jahre später sei die Situation der Katholischen Kirche „explosiv“, vielleicht sogar am Rande eines Schismas, das noch verhängnisvoller sein könnte als dasjenige Martin Luthers. Unter diesen Bedingungen wolle die eingangs angesprochene Gruppe von Kardinälen Franziskus durch den derzeitigen Staatssekretär Pietro Parolin ersetzen, berichtet der italienische Journalist.

Das Kirchenrecht untersage es, Druck auf den Papst auszuüben, damit dieser zurücktrete. Es sei daher nicht klar, auf welchem Weg die Kardinäle den Papst beeinflussen wollten, schreibt Socci und weist auf darauf hin, dass es eine Reihe indirekter Möglichkeiten der Einflussnahme gebe.

Ein anderer, anonym bleibender Vatikanexperte hält es für ausgeschlossen, dass Mitglieder der kirchlichen Hierarchie den Papst zum Rücktritt bewegen wollten. Zwar gebe es mittlerweile eine stattliche Zahl von Kardinälen, die es bereuen würden, beim Konklave Jorge Bergoglio ihre Stimme gegeben zu haben. Wer Papst Franziskus kenne, dem sei klar dass eine direkte Beeinflussung sinnlos sei. Er habe eine „sehr autoritäre Ader“ und werde nicht eher zurücktreten, bis er seine „revolutionären Reformen“ durchgeführt habe, schreibt die britische Tageszeitung The Times.








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