15 Februar 2017, 12:40
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Franziskus: elfte Katechese zur christlichen Hoffnung. Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen. Wir rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5,1-5)

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Papst Franziskus setzte seiner Katechesenreihe zur christlichen Hoffnung fort und beschäftigte sich bei der heutigen Generalaudienz mit dem Thema: „Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen“

Im Römerbrief spreche der Apostel Paulus davon, stolz zu sein: Wir „rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis“ (5,2b-3a). Es gehe hier aber nicht um Selbstlob, sondern darum, im Licht des Heiligen Geistes zu erkennen, dass alles Gnade sei.

Es sei Gott, der handle und der Herr der Geschichte sei. Er schaffe alles als ein Geschenk seiner Liebe, er führe seinen Heilsplan aus und vollende ihn in seinem Sohn Jesus Christus. Dies sollten wir anerkennen, dankbar annehmen und zum Grund unseres Lobpreises und unserer Freude werden lassen. Dann hätten wir Frieden mit Gott und erfahren wir echte Freiheit.

Dieser Frieden erstrecke sich auf alle unsere Lebensbereiche und zwischenmenschlichen Beziehungen. Voraussetzung dieses Friedens bilde die Fähigkeit, sich auch der Bedrängnis zu rühmen. Der Friede, den Gott uns anbiete und gewähre, sei nämlich nicht als Freisein von Sorgen, Enttäuschungen, Leid zu verstehen.

Das Geschenk des Friedens, der aus dem Glauben komme, bestehe in der Gnade, die Erfahrung zu machen, dass Gott uns liebe und immer an unserer Seite stehe. Dies bewirke Geduld und Hoffnung, die nicht zugrunde gehen lasse (vgl. V. 5). Ihr Grund „ist die Liebe Gottes zu einem jeden von uns und der Heilige Geist, der in uns den Glauben nährt und die Hoffnung lebendig erhält“.

Die Hoffnung, die uns geschenkt sei, „trennt uns nicht von den anderen und bringt uns noch weniger dazu, sie in Misskredit zu bringen oder auszugrenzen“. Vielmehr handle es sich um ein außerordentliches Geschenk, zu dessen „Kanälen“ für alle wir mit Demut und Einfachheit werden müssten. So werde unser größter Ruhm, als Vater einen Gott zu haben, der niemanden vorziehe, der niemanden ausschließe, sondern sein Haus für alle Menschen öffne, angefangen bei den Letztem und Fernen, „damit wir als seine Kinder lernen, uns zu trösten und einander zu stützen“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Sehr herzlich heiße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die Gruppe katholischer und evangelischer Pfarrer aus Kärnten in Begleitung von Bischof Alois Schwarz. Die Hoffnung ist ein wunderbares Geschenk Gottes, und wir alle sollen zu ihrem „Kanal“ für alle werden. So lernen wir als Kinder Gottes, einander Trost zu schenken und Stütze zu sein. Der Heilige Geist erfülle euch mit seinem Frieden und seiner Freude.

Video der Generalaudienz








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