zurück - Artikel auf http://www.kath.net/news/58461

09 Februar 2017, 11:55
Kinderpornos im Limburger Bischofshaus - UPDATE

Medienbericht: Ermittlungen gegen Büroleiter von Bischof Bätzing - UPDATE: Erste Reaktion von Bischof Bätzing

Limburg (kath.net)
Im Bistum Limburg gibt es laut Medienberichten einen Skandal rund um den Büroleiter von Bischof Georg Bätzing. Offensichtlich sind auf dem Dienst-PC Kinderporno-Bilder gefunden worden. Dies berichtet die "Frankfurter Neue Presse". Die Fotos sollen eindeutig und schockierend sein. Das Bischöfliche Ordinariat hat den leitenden Mitarbeiter freigestellt.

Aufgedeckt wurde der Skandal von der in Gießen ansässigen Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, nachdem wochenlang verdeckt ermittelt wurde.

Es gab auch in den vergangenen Tagen eine Durchsuchung des Büros des Domdiakons im Bischofshaus und im Priesterseminar sowie in seiner Wohnung.

Der Verdächtige ist 55 Jahre alt, Diakon, Familienvater und arbeitete als Büroleiter und Referent des Bischofs. Der Beschuldigte ist Vorsitzender der „Bundes-Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat“ und repräsentiert in dieser Funktion alle rund 3300 Diakone in Deutschland.

Die Pressestelle des Bistums hat gegenüber der Zeitung bestätigt, dass es gegen eine Mitarbeiter einen Anfangsverdacht des Besitzes kinderpornographischer Schriften auf elektronischen Speichermedien gäbe und dieser bis auf Weiteres von seinen dienstlichen Aufgaben freigestellt worden ist. „Das Bistum arbeitet nach Maßgabe der hier einschlägigen bischöflichen Leitlinien eng mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden zusammen." Für den Mitarbeiter gelte laut der Pressestelle die Unschuldsvermutung.

UPDATE 9.2.2017 13 Uhr
Über eine erste direkte Reaktion des Limburger Bischofs Georg Bätzing berichtete der SWR. Demnach liege dem Bischof als Allererstes an der Aufklärung. „Die Schlagzeile, die diese Verbindung herstellt, beunruhigt sehr“, so Bätzing wörtlich. Doch müssten zunächst die Ermittlungen abgewartet werden.

Archivfoto Limburger Dom (c) Bistum Limburg