24 Januar 2017, 23:00
Patriarch: Neue Türkei muss Platz für kirchliche Hochschule haben
 
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Bartholomaios I. äußerte sich aus Anlass des Besuchs des Vorsitzenden des Unterrichts-Ausschusses im griechischen Parlament

Istanbul (kath.net/KAP) In der von Präsident Recep Tayyip Erdogan verkündeten "Neuen Türkei" sollte es nach Auffassung des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. auch wieder einen Platz für die seit 45 Jahren geschlossene Orthodoxe Theologische Hochschule Chalki geben. Das sagte das orthodoxe Oberhaupt beim Besuch des Vorsitzenden des Unterrichts-Ausschusses im griechischen Parlament, Konstantinos Gavroglu, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA am Dienstag berichtete.

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Der 70-jährige Gavroglu, der der regierenden Syriza-Partei von Alexis Tsipras angehört, stammt selbst aus Istanbul. Er sprach mit dem Patriarch über die Lage der auf einer Insel bei Istanbul gelegenen Hochschule, deren Lehrbetrieb 1971 vom türkischen Staat untersagt wurde. Erdogan hatte mehrfach den Bau einer Moschee in Athen zur Voraussetzung für die Neueröffnung von Chalki erklärt.

Vor Schülerinnen und Schülern aus Imbros, der Heimatinsel Bartholomaios I. vor den Dardanellen, erinnerte dieser daran, dass die dort schon 1964 geschlossenen Gymnasien und Volksschulen 2015 ihre Tore wieder öffnen durften. So gebe er die Hoffnung nicht auf, dass auch das "Martyrium" von Chalki bald zu Ende gehen könnte.

Der hochrangige Parlamentarier aus Griechenland betonte in seiner Antwort, der Ökumenismus sei heute die einzig wirksame Waffe gegen religiösen Fanatismus, Nationalismus und Rassismus. Die christliche Ökumene habe daher ebenso weitreichende politische und tiefe humanitäre Bedeutung.

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