12 Januar 2017, 08:00
Kauder: 'Christenverfolgung alarmiert uns'
 
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Kauder reagiert auf den neusten Bericht von „Open Doors“ - CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird sich weiter für Religionsfreiheit einsetzen - Islamistischer Extremismus ist eine Haupttriebkraft für Christenverfolgung

Berlin (kath.net/CDU/CSU-Bundestagsfraktion) Die überkonfessionelle christliche Organisation Open Doors hat ihren jährlichen Bericht über die Christenverfolgung in aller Welt abgegeben. Nach deren Weltverfolgungsindex werden mehr als 200 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Volker Kauder, Vorsitzender der Unionsfraktion, ist darüber in tiefer Sorge: „Das ist ein Alarmzeichen.“

Die Lage der Christen in vielen Regionen der Welt wird immer dramatischer. Etwa 200 Millionen Christen können nach neuesten Schätzungen der Organisation Open Doors ihren Glauben nicht frei leben und sind in der Ausübung ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Unionsfraktionschef Kauder hält das für ein Alarmzeichen: „Die Freiheit von Christen, aber auch von Angehörigen anderer Religionen, ist und bleibt in akuter Gefahr.“ Er betont: „Wir sind darüber in tiefer Sorge.“

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„Auf Einhaltung der Religionsfreiheit pochen!“

Die Zahlen des Weltverfolgungsindex 2017 sind deutlich: Laut „Open Doors“ werden mehr als 200 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Unrühmlicher Spitzenreiter ist zum fünfzehnten Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea. Auf Platz zwei und drei folgen Somalia und Afghanistan. „Diese Entwicklung darf uns in den nächsten Jahren nicht ruhen lassen“, kommentiert Kauder die erschreckenden Zahlen. Er verlangt: „Die Bundesregierung muss in ihrer Außen- und Entwicklungspolitik weiterhin stets auf die Einhaltung der Religionsfreiheit pochen.“ Denn die Wahrung der Glaubens- und Gewissensfreiheit sei Voraussetzung für den Frieden in der Welt geworden.

Islamistischer Extremismus ist eine Haupttriebkraft für Christenverfolgung

Besonders im Mittleren Osten und in Afrika hat die Christenverfolgung durch Islamisten zugenommen. In den hinduistischen, buddhistischen und islamischen Ländern Asiens ist der Druck auf Christen durch wachsenden religiösen Nationalismus gewachsen. Volker Kauder erschreckt diese Entwicklung: „In 35 der 50 Länder des ‚Weltverfolgungsindex‘ ist der islamistische Extremismus die Haupttriebkraft für die Verfolgung von Christen.“ Gruppen wie Boko Haram, Al Shabaab und der sogenannte Islamische Staat gingen mit extremer Gewalt gegen Christen und andere Minderheiten vor.

Christliches Leben in der Ursprungsregion des Christentums wieder möglich machen

„Erst kürzlich hat mir der Erzbischof der chaldäisch-katholischen Kirche in Erbil, Bashar Warda, persönlich von der dramatischen Lage der Christen im Irak berichtet“, schildert Kauder. So seien Hunderttausende auf der Flucht, hofften aber auf Rückkehr in ihre Siedlungsgebiete. Für Kauder ist klar: „Deutschland und Europa müssen sich dafür einsetzen, dass christliches Leben in der Ursprungsregion des Christentums wieder möglich ist. Hier sollte sich auch unser Land in den kommenden Monaten verstärkt mit Wiederaufbauhilfen engagieren.“ Zudem müsse nach einer politischen Lösung gesucht werden. „Dafür werden wir mit allen Kräften vor Ort reden, mit der kurdischen Autonomiebehörde und mit der irakischen Zentralregierung“, so Kauder. Und weiter: „Wenn die Christen zurückkehren, müssen sie die Gewissheit haben, sich ein neues Leben in Sicherheit aufbauen zu können.“

„Unionsfraktion wird in ihrem Engagement für die Religionsfreiheit nicht nachlassen“

Für die Unionsfraktion steht Religionsfreiheit seit langem ganz oben auf der Agenda. Auf Initiative der Fraktion fand Ende 2016 eine internationale Parlamentarierkonferenz in Berlin statt. An ihr nahmen rund 110 Abgeordnete verschiedener Religionen und politischer Ausrichtung aus 60 Ländern teil. Auch 2017 wird die Fraktion die Frage der Religionsfreiheit auf Reisen und in Veranstaltungen immer wieder thematisieren. Volker Kauder betont: „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird in ihrem Engagement für die Religionsfreiheit nicht nachlassen!“

Foto: © www.volker-kauder.de







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