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28 Oktober 2016, 09:30
Belgien: Laiengruppe zeigt Bischof Bonny bei Kleruskongregation an

Grund für die Anzeige ist ein Buch, in dem Bonny kirchliche ‚Segnungen’ für homosexuelle Paare, geschiedene und wiederverheiratete Katholiken und eheähnliche Gemeinschaften vorschlägt.

Antwerpen (kath.net/jg)
Die katholische belgische Laienorganisation „Pro Familia“ hat Johan Bonny, den Bischof von Antwerpen, bei der vatikanischen Kongregation für den Klerus angezeigt. Anlass ist das Buch „Darf ich? Danke. Entschuldigung.“, das Bonny geneinsam mit Roger Burggraeve (Universität Löwen) und Ilse Van Halst („Kirche & Leben“) verfasst hat. Die Autoren verlangen, dass die Kirche für homosexuelle Paare, geschiedene und wiederverheiratete Katholiken und Paare die in nichtehelichen Lebensgemeinschaften zusammenleben, eigene Segensrituale entwickeln soll.

Diese Vorschläge seien nach katholischer Lehre Irrtümer. Die Kirche könne Lebensgemeinschaften nicht segnen, die Gott verboten habe. Die Äußerungen von Bischof Bonny seien ein öffentliches Ärgernis, heißt es in einer Presseerklärung von „Pro Familia“. Die Organisation wird daher Beniamino Kardinal Stella, den Präfekten der Kleruskongregation, ersuchen die Angelegenheit zu untersuchen und die Aussagen Bonnys und seiner Koautoren zu verurteilen.