10 April 2016, 08:55
,Euer Leben ist eine Einladung zur Hochzeit des Königs‘
 
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Osterbotschaft? - Klartext von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg.

Salzburg (kath.net)
„Ostern ist jedes Jahr neu die Geschichte, dass kein Mensch für immer verloren ist“ schreibt in einer prominenten Österreichischen Zeitung, der Oster-Leitartikel einleitend. Der Verfasser hat einmal Theologie studiert. Eigentlich ist nicht recht klar, was er sagen will:

Soll das nur ein Nein zu den Atheisten sein, die ausschließlich an die „Verwesung und die Würmer glauben“ oder will er damit etwas über das Schicksal des unsterblichen Menschen nach dem Tode sagen? Wenn er sich damit an Atheisten wendet, übergeht er einerseits den anderen, den gläubigen Teil seiner Leserschaft, andrerseits sagt er den Atheisten nur die halbe Wahrheit.

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Denn er übergeht die Botschaft von der der Auferstehung! Wenn er nämlich mit dem „nicht verloren gehen“ nur ein undefinierbares Schattendasein wie in antiken Mythologien meinen sollte, wäre der Unterschied zur Verwesung ziemlich unbedeutend und es wäre ein Hohn, von einer Osterbotschaft zu reden! Zudem würde dann alles, was Christen sagen sinnlos, es gäbe keine Sünde im Sinn der Bibel, darum auch keine Vergebung der Sünden, keine „Erlösung“, keine Gerechtigkeit, kein Leben nach dem Tode!

Es bliebe nur noch, was Paulus (1 Kor 15,14) sagt: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.“ Einen Osterartikel kann man das nicht mehr nennen, es fehlt die eigentliche Botschaft! Der Autor hat in seinem ersten Satz mit der Schere des Zeitgeistes das Evangelium kastriert, ihm Sinn und Kraft und Trost weggeschnitten! Von Jesus und seinem Wort bleibt nichts mehr übrig.

Jesu Botschaft ist nämlich: Euer Leben ist eine Einladung zur Hochzeit des Königs, nehmt sie, bitte an! Gott liebt euch und erwartet euch voll Sehnsucht! Aber Er zwingt euch nicht! Er bereitet ein Fest vor, aber organisiert nicht eine Party, zu der jeder hingehen und sich betrinken kann, wie er Lust hat, und kommen und gehen kann wie er will, grölend und in der dreckigsten Bluejean.

Anders gesagt: Die „Allerlösungslehre“ ohne Benimmregeln für die königliche Einladung ist menschenfeindlich, weil sie die Menschen in falsche Sicherheit wiegt und ihr Gewissen der Lüge beschuldigt, wenn es mahnt, wenn es an den Gastgeber und das notwendige „hochzeitliche Gewand“ erinnert, von dem Jesus sprach! Ja, es gibt die Tür zum Festsaal, aber sie wird nur denen aufgehen, die bereit sind! Wir sind unterwegs zur offenen Tür, Jesus und viele andere Festgäste erwarten uns! Aber man kann auch „verloren gehen“, aber nur, wenn es selbst will und die Einladung nicht ernst genommen hat!







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