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25 März 2016, 11:40
Dresden: Demonstranten stören Diskussionsabend mit Birgit Kelle

Polizei musste eingreifen – Medien korrigierte ihre Berichte nach Falschzitaten von Kelle-Äußerungen

Dresden (kath.net/idea) Zu einem Eklat ist es am 22. März während einer Diskussionsveranstaltung mit der Publizistin Birgit Kelle in Dresden gekommen. Sie stand unter dem Titel „Mit Gendergaga gegen das arabische Frauenbild?“. Mehrere Aktivisten von feministischen und homosexuellen Gruppierungen störten die Veranstaltung, zu der die CDU Sachsen ins Haus der Kirche eingeladen hatte, anfangs massiv. Es gab Zwischenrufe und ironischen Beifall. Einige Frauen knöpften unter Anspielung auf einen Buchtitel der Publizistin ihre Blusen auf und zeigten Slogans wie „Gender Gaga“ und „Bluse zu“. Als die Stimmung zu eskalieren drohte, eskortierten Polizisten die Störer aus dem Saal. „Die Veranstaltung begann mit etwa 20 Minuten Verspätung“, sagte Kelle der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Nach ihrer Schätzung teilten etwa zwei Drittel der rund 300 Teilnehmer der Veranstaltung ihre Meinung. Kelle kritisierte die Gender-Bewegung als totalitär, denn sie versuche immer stärker, andere Meinungsäußerungen zu verhindern. Kritik übte Kelle auch an der Berichterstattung. Bereits im Vorfeld hätten bestimmte Medien die Stimmung bewusst aufgeheizt. Im Nachgang habe man sie „wohl vorsätzlich“ falsch zitiert. Nachdem sie sich beschwert habe, hätten die betreffenden Blätter und Sender ihre Berichte vorübergehend von ihren Internetseiten genommen. Nach Korrekturen seien sie inzwischen wieder online.

Kirchliche Gleichstellungsbeauftragte: Gender ist kein Luxusproblem

Zu den Kritikern Kelles in Dresden gehörte auch die Gleichstellungsbeauftragte der sächsischen evangelischen Landeskirche, Kathrin Wallrabe. Gender, sei kein „Luxusproblem“, wie Frau Kelle das in ihrem Referat dargestellt habe, sagte sie idea. Gender-Kritiker stünden in der Gefahr, Minderheiten auszugrenzen und zu diffamieren. Aufgabe der Kirche sei es, auch in der Gender-Debatte die Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen herauszustellen: „Es ist normal, verschieden zu sein.“ Die Kirche sollte sich daher gegen „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ äußern, sagte sie und verwies auf einen Kirchenleitungsbeschluss der sächsischen Landeskirche vom März 2015 zur Gender-Gerechtigkeit. Der Gender-Ideologie zufolge kann jeder Mensch unabhängig von seinem biologischen Geschlecht wählen, ob er als Mann oder Frau oder als etwas Drittes leben wolle. Dafür gebe es mehr als 50 verschiedene Lebensformen.

kath.net-Buchtipp
Dann mach doch die Bluse zu
Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn
Von Birgit Kelle
Gebundene Ausgabe, 192 Seiten
2013 Adeo
ISBN 978-3-942208-09-3
Preis 18.50 EUR

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Birgit Kelle spricht auf der Demo für alle




Foto Birit Kelle (c) Birgit Kelle