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11 September 2015, 10:30
Ismail Tipi: Auch arabische Länder sollen Flüchtlinge aufnehmen

Hessischer CDU-Politiker ruft die arabischen Länder dazu auf, „ihrer menschlichen Pflicht nachzukommen und bei dem Flüchtlingsdrama Hilfe zu leisten“. Tipi kritisiert außerdem fehlende Lösung der Flüchtlingsfrage auf europäischer Ebene

Wiesbaden (kath.net/pm) Deutschland zeichnet sich durch eine hohe Willkommenskultur aus und auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist immens. Doch was in der Flüchtlingsfrage fehlt ist die Europäische Union. „In den Zeiten, in denen es um die Rettung der Banken ging oder aber auch während der Eurokrise in Griechenland gab es zahlreiche treffen, die bis tief in die Nacht gedauert haben und es wurde versucht, schnellstmöglich eine Lösung auf europäischer Ebene zu finden. Doch bei der Flüchtlingsfrage stehen die Räder scheinbar still und die EU bewegt sich nicht“, so der hessische Landtagsabgeordnete und integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

Noch nie gab es so viele Flüchtlinge und noch nie waren die Länder vor so eine große Herausforderung gestellt. „Wenn es um Menschen geht, sollten wir so schnell wie möglich handeln und versuchen, Lösungen zu finden. Da ist vor allem auch die Europäische Union gefragt. Das ist unsere humanitäre Pflicht“, fordert Tipi. „Gleichzeitig rufe ich aber auch die arabischen Länder, wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die anderen Golfstaaten dazu auf, ihrer menschlichen Pflicht nachzukommen und bei dem Flüchtlingsdrama Hilfe zu leisten. Es sind zum größten Teil ihre Glaubensbrüder, die Opfer der Schlepperbanden werden und im Mittelmeer sterben. Deshalb fordere ich sie dazu auf, bei der Flüchtlingsfrage finanzielle Unterstützung zu leisten und Flüchtlinge aufzunehmen. Doch leider fehlt bisher diese Hilfsbereitschaft. Ich finde, das ist eigentlich eine schäbige Art und Weise einfach nur Zuschauer bei dem Flüchtlingsdrama zu sein.“

Foto MdL Tipi © Ismail Tipi