17 August 2015, 09:30
Evangelischer Pfarrer lehnt Taufe von Geschwisterkindern ab
 
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Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg lehnt Taufe von Kindern ab, solange nicht wenigstens ein Elternteil wieder in die Kirche eintritt.

Ravensburg (kath.net/idea) In Ravensburg (Oberschwaben) sind zwei Geschwisterkinder nicht getauft worden, obwohl die Eltern diesen Wunsch äußerten. Sie sind allerdings aus der Kirche ausgetreten. Das berichtete die Schwäbische Zeitung am 13. August. Der Pfarrer habe ihnen gesagt, dass eine Taufe nur mit einem Wiedereintritt der Eltern möglich sei, so die Mutter. Sie und ihr Mann seien evangelisch getauft, aber beide aus finanziellen Gründen aus der Kirche ausgetreten. Sie kritisierte die Ablehnung. Die Kinder könnten nichts dafür, dass ihre Eltern nicht bereit seien, der Kirche Geld zu geben.

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Kirchenrat Dan Peter (Stuttgart) von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, dass er in diesem konkreten Fall die Hintergründe nicht kenne, da der zuständige Pfarrer im Urlaub sei. Grundsätzlich gelte aber, dass zur Taufe jeder herzlich eingeladen sei. Die Taufe von Kindern, deren Eltern aus der Kirche ausgetreten sind, sei zwar nicht die Regel, aber „sie wird unter bestimmten Umständen und in seelsorgerlicher Abwägung zugelassen und vollzogen“.

Wichtig sei, dass die Eltern die Glaubenshintergründe kennen und bejahen. Peter: „Mit der Taufe verbunden ist nicht nur die Mitgliedschaft in der Kirche, sondern sie ist auch das äußere Zeichen für den Glauben an Jesus Christus und seine Heils- und Rettungstat”. Ebenso müsse eine evangelische Erziehung innerhalb oder außerhalb der Familie gewährleistet sein. Aus seiner Zeit als Gemeindepfarrer wisse er, dass dies zumeist kein Problem sei.

Ferner müsse laut der Taufordnung der württembergischen Landeskirche mindestens einer der Paten Mitglied der evangelischen Kirche sein. Peter: „Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann ein Kind in unserer Kirche getauft werden.”

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