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21 Mai 2014, 08:30
Eisenstadt: Kalasantinerorden übernimmt Seelsorge in Dompfarre


Bischof Zsifkovics: "Spirituelle und seelsorgliche Frischzellenkur"

Eisenstadt (kath.net/KAP) Der Kalasantinerorden wird eine neue Niederlassung in der Eisenstädter Dom- und Stadtpfarre gründen. Die Ordensleitung folgt damit einer Einladung von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der sich in einer Aussendung "überglücklich über diese spirituelle und seelsorgliche Frischzellenkur" zeigte. Die Kalasantiner werden neben der Pfarrseelsorge u.a. auch großes Augenmerk auf die städtischen Betriebsseelsorge und die Schulseelsorge legen.

Die Kalasantiner seien eine Ordensgemeinschaft, "die sich voll der Neuevangelisierung in ihren konkretesten Formen widmet und durch apostolischen Einsatz, Gebet, Glaubensvertiefung und gemeinsame Hilfe für andere auch bereit ist, in die Pfarrarbeit einzusteigen", so Zsifkovics. Dieses Engagement entspreche dem, "was die Weltbischofssynode zur Neuevangelisierung zutiefst erhofft hat, und was Papst Franziskus uns aufträgt, wenn er uns als Kirche in alle Bereiche der Gesellschaft schickt".

P. Erich Bernhard wird mit 1. November 2014 die Leitung der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt übernehmen. Mit ihm gemeinsam werden zwei weitere Ordenspriester ihre seelsorgliche Tätigkeit entfalten. Ein weiterer Laienbruder wird die Patres dabei ebenso unterstützen wie drei Ordensfrauen. Diese gehören der 1979 zur Unterstützung der Kalasantiner gegründete Gemeinschaft der "Schwestern der Jüngersuche" an.

Generalvikar Martin Korpitsch: "Mit gleich sieben Ordensleuten wird viel Geistliches in unsere Pfarre kommen. Mit Priestern und Ordensfrauen, die in Gemeinschaft leben, beten und arbeiten, können die Dompfarre und der Dom zu einem geistlichen Ausstrahlungszentrum weit über die gewohnten Grenzen hinaus werden." Für den Generalvikar ist die Neubesetzung der Dompfarre auch ein "starkes Signal der Wertschätzung der Orden und ihrer authentischen Nachfolge Christi".

Die Kalasantiner-Kongregation feiert heuer ihr 125-jähriges Jubiläum. Gegründet wurde sie vom 1998 seliggesprochenen Pater Anton Maria Schwartz (1852-1929) als Antwort auf die seelische und soziale Not der Lehrlinge in der Großstadt. Horte, Lehrlingsheime, Freizeiteinrichtungen, Religionsunterricht und Pfarren bildeten die Einsatzorte der Mitglieder, wobei die Priester und Brüder des Ordens heute vor allem in Pfarren in Wien, Niederösterreich und der Steiermark tätig sind. Daneben gibt es noch ein Haus in Brasilien in der Nähe von Rio de Janeiro (Nova Iguacu). Weiters wirken die Kalasantiner auch in der "Jüngergemeinschaft", die aus den Gruppen der Katholischen Glaubensinformation Wien entstanden ist.

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Foto St. Martinsdom: © (c) Diözese Eisenstadt/Heuduschits