21 Januar 2003, 11:33
"Clonaid"-Vize plädiert für "Menschenrecht auf ein Kind"
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Klonen'
Das Angebot richte sich vor allem an unfruchtbare Paare, Homosexuelle, AIDS-Kranke und Singles, meinte Thomas Kaenzig von "Clonaid" im Gespräch mit Radio Vatikan.

Vatikan (www.kath.net) Für ein "Menschenrecht auf ein Kind" plädierte Thomas Kaenzig, der Vizepräsident von Clonaid, in einem Interview mit "Radio Vatikan". "Wir sind für das Menschenrecht der freien Wahl der Reproduktion." In den meisten Fällen gehe es um Paare, die nach jahrelangen Unfruchtbarkeitsbehandlungen kämen. Sie hätten "große Hoffnungen", was die Klontechnologie angeht. Nach Ansicht von "Clonaid" richte sich das Angebot des "reproduktiven Klonens" vor allem an fünf Gruppen von Menschen: Unfruchtbare Paare, homosexuelle Paare, AIDS-kranke Menschen, Paare, die ein Kind verloren haben, und Singles, "die nicht unbedingt einen Partner haben, aber trotzdem ein Kind haben möchten mit ihren eigenen Genen".

Werbung
christenverfolgung

Befragt nach dem "genetischen Abfall" bzw. den Fehlversuchen beim Klonen meinte Kaenzig: "Es ist ganz klar, dass es wie bei der Invitrofertilisation auch nicht beim ersten Mal klappt." Man habe "innerhalb des Prozesses Misserfolge gehabt". Es habe sich nicht um "Abfall" gehandelt, sondern einfach nur zum Zellen. Heute gebe es eine sehr gute Erfolgsrate vom Stadium der Implantation. "Wir haben zehn Implantationen gemacht - und davon waren fünf erfolgreiche Schwangerschaften. Das ist eine sehr hohe Erfolgsrate."

Dass das angeblich erste geklonte Kind, Eva, vor der Öffentlichkeit versteckt wird, begründet Kaenzig mit der Sicherheit, die er der Familie gewähren wolle. Auch vom ersten IVF-Baby seien erst im Alter von zehn Jahren Fotos veröffentlicht worden, behauptete er. In nächster Zeit seien weitere Geburten von Kindern zu erwarten. "Wir haben zehn Implantationen gemacht, fünf davon haben zu erfolgreichen Schwangerschaften geführt, zwei wurden schon geboren, Eva und ihre "Klonschwester" von dem holländischen Paar. Wir erwarten drei weitere." Nun arbeite man bereits an der "generation two". "Das sind noch einmal fünfzehn bis zwanzig Paare, mit denen wir zusammenarbeiten, wo dann die Geburten Ende 2003, Anfang 2004 erwartet werden."

Darauf angesprochen, dass man für das Klonen doch nur einen Menschen brauche, meinte Kaenzig: "Ja, genau. Es sind nicht alles Paare, das stimmt. Wobei es die Mehrheit sind, unfruchtbare Paare, homosexuelle Paare, Paare, die ein Kind verloren haben. Wenn aber bisher das Kind ein "genetischer Mix" ist zwischen einer Frau und einem Mann - auch bei der künstlichen Befruchtung -, beim Klon entspricht das Kind genetisch hundertprozentig dem Zellspender." Wer der Zellspender sei, werde "völlig den Eltern überlassen". Die Kosten für ein Klonbaby beliefen sich auf 100.000 bis 200.000 US-Dollar.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Bischof von Graz-Seckau möchte Pfr. Roger Ibounigg rauswerfen! (95)

Wiener Theologe Tück: Papst Franziskus spricht zu oft vom Teufel (51)

Gebet kann Dinge verändern! (33)

Schönborn: Öffnung des Priesteramtes löst nicht alle Probleme (30)

Papst fordert Loyalität von seinen Diplomaten (25)

Als 10.000 Menschen für Sebastian Kurz beteten (21)

Paderborn: Keine Heimatprimiz für Priester der Petrusbruderschaft? (20)

Die ‚inkulturierte Liturgie’ (19)

Traditionsorientierter Schwesternorden de facto aufgelöst (17)

Hilflos vor den Erfolgen der Grünen (16)

Dialog mit Ideologen? (16)

Vom Missbrauch der Steuer des Kirchenvolkes (14)

„Gehen Sie auch zum Vulven-Malen, Herr Bischof?“ (12)

Kasper: „Deutschland nicht der allerlebendigste Teil der Weltkirche“ (12)

Deutsches Gericht kippt Burkini-Verbot in Schwimmbädern (11)