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Uns schickt der Himmel

18. Juni 2013 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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72-Stunden-Aktion des BDKJ: "Streicht das Asylbewerberheim, kocht mit Obdachlosen, schuftet für Flutopfer, betreut kranke Kinder, renoviert Spielplätze, reinigt Friedhöfe, besucht das Seniorenheim,…" Von Carsten Leinhäuser


Bonn (kath.net) 175.000 Kinder und Jugendliche aus katholischen Jugendverbänden und Messdienergruppen haben sich am Wochenende die Ärmel hochgekrempelt, um in 72 Stunden ein Zeichen zu setzen: An 4000 Orten in Deutschland haben sie soziale Projekte gestemmt.

Der Clou der "72-Stunden-Aktion": Die meisten Jugendgruppen hatten bis Donnerstagnachmittag keine Ahnung, welche Aufgabe auf sie zukommt. Pünktlich um 17.07 Uhr wurden deutschlandweit versiegelte Umschläge geöffnet, in denen die Jugendlichen ihre Aufgabenbeschreibung für die nächsten 72 Stunden fanden.

Die Bandbreite der Projekte war gigantisch: "Streicht das Asylbewerberheim, kocht mit Obdachlosen, schuftet für Flutopfer, betreut kranke Kinder, renoviert Spielplätze, reinigt Friedhöfe, besucht das Seniorenheim,…"


Die meisten Jugendgruppen zogen nach der Projektvergabe zunächst in ihre Jugendräume und Pfarrheime, um einen Schlachtplan für die nächsten Stunden zu entwerfen: "Wie können wir das Projekt umsetzen? Welche Materialien müssen wir besorgen? Wer kümmert sich um was?"

Von Freitagmorgen bis Sonntag konnte man dann überall in Deutschland schwer schuftende Kinder und Jugendliche in grünen Aktions-Shirts sehen. Viele Radiosender und lokale Medien unterstützen die Gruppen; etliche Erwachsene und Firmen spendeten Lebensmittel, Materialien oder stellten schweres Arbeitsgerät zur Verfügung - von der Bohrmaschine bis zum Bagger.

Ein wichtiger Teil im Tagesablauf war für die Jugendgruppen der gemeinsame Tagesbeginn oder -schluss mit einem geistlichen Impuls oder Gottesdienst in der Kirche bzw. am Einsatzort.

„Euch schickt wirklich der Himmel“, lobte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) Robert Zollitsch, nachdem er Aktionsgruppen besucht hatte. „Ihr habt vielen Menschen geholfen und ihr habt Gott in dieser Welt ein Gesicht gegeben.“
Jugendbischof Karl-Heinz Wiesemann (im Foto mit Jugendlichen) lobte vor allem die Kreativität, mit der in vielen Aktionen der Glaube in soziales Handeln umgesetzt werde.

Auch Papst Franziskus gab den Jugendlichen in einer Botschaft seinen Segen: "Mit dem Wunsch, dass die Aktion 72 Stunden nicht nur großen Erfolg habe, sondern auch reiche Früchte auf geistlicher und menschlicher Ebene hervorbringe, erteilt Papst Franziskus allen, die freudig und engagiert an dieser Initiative teilnehmen, von Herzen den Apostolische Segen."

Foto: Der Speyerer Bischof Wiesemann bei der DPSG in Bonn-Troisdorf, © Michael Kreuzfelder


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Lesermeinungen

 Aegidius 19. Juni 2013 
 

Lieber Anfänger, das dachte ich zunächst auch, als ich "BDKJ" und "soziale Projekte" las. Aber das Gebet zu Beginn und zum Abschluß war doch ausdrücklich Teil der Aktion - so wird doch wieder ein lebendiger katholischer Schuh draus (zumindest theoretisch), oder?


0
 
 Anfaenger 18. Juni 2013 

Jund und lebendig aber:

Unsere Kirche muss aufpassen, dass sie, vor lauter Aktionen, nicht plötzlich aus einer Gemeinschaft der Glaubenden zu einer Gemeinschaft von Aktionären wird.


1
 
 M.Schn-Fl 18. Juni 2013 
 

Ein Bericht der Hoffnung und Mut macht. Danke

"Die Kirche lebt und sie ist jung". Benedikt XVI.
Mögen alle mit dieser Jugend im Herzen jung bleiben.


2
 

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