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| ![]() Der Mensch empfängt das Heil als zerbrechliches Tongefäß14. Juni 2013 in Aktuelles, keine Lesermeinung Franziskus-Perle des Tages: Der Dialog des Heils. Die wahre Demut ist die des Sünders, der seine Sünde bekennt und so das Heil empfängt. Curriculum und Merkbuch des Christen gehören zusammen. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Allein, wenn man sich aufrichtig als schwach und Sünder erkennt und jede Form von Selbstrechtfertigung meidet, kann das Geschenk des Heils Christi wirklich empfangen werden. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt zur heiligen Messe am Freitag der zehnten Woche im Jahreskreis (CI). Am Gottesdienst in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Domus Sanctae Marthae nahmen Priester und Mitarbeiter der Kongregation für den Klerus teil. Es konzelebrierten der Präfekt und der Sekretär des Dikasteriums, Mauro Kardinal Piacenza und Erzbischof Celso Morga Iruzubieta, sowie Giuseppe Kardinal Bertello und der Bischof von Humahuaca (Argentinien), Pedro Olmedo Rivero, zusammen mit dem emeritierten Bischof von Daet (Philippinen), Benjamin J. Almoneda. Das Bewusstsein, ein Tongefäß und gleichzeitig Hüter eines großen Schatzes zu sein, der völlig unentgeltlich geschenkt wurde: dies zeichne den Nachfolger Christi vor seinem Herrn aus. Der Papst ging bei seinen Betrachtungen von der heutigen ersten Lesung aus (2 Kor 4,7-15), in der Paulus den Christen von Korinth erkläre, dass die außerordentliche Kraft des Glaubens in sündige Menschen, in zerbrechliche Gefäße ausgegossen worden sei, damit klar werde, dass diese das Werk Gottes ist. Gerade aber aus der Beziehung zwischen der Gnade und der Macht Jesu Christi und den Menschen, die Sünder sind, entspringe der Dialog des Heils. Dieser Dialog müsse jedoch jede Form von Selbstrechtfertigung meiden, er muss sein, wie wir sind. Paulus hat oft wie in einem Refrain von seinen Sünden gesprochen, so Franziskus: Ich aber sage euch das: ich, der ich ein Verfolger der Kirche war, ich habe verfolgt... Er kehrt immer wieder zu seiner Erinnerung an die Sünde zurück. Er fühlt sich als Sünder. Doch auch in jenem Moment sagt er nicht: Ich bin es gewesen, jetzt aber bin ich heilig, nein. Auch jetzt ist ein Dorn Satans in meinem Fleisch. Er lässt uns seine Schwäche sehen. Seine Sünde. Er ist ein Sünder, der Jesus Christus aufnimmt. Er tritt mit Jesus Christus in einen Dialog. Der Schlüssel sei somit die Demut, was Paulus selbst zeige. Er anerkenne öffentlich sein Dienst-Curriculum, das heißt: alles, was er als von Jesus entsandter Apostel vollbracht habe. Deshalb aber verberge er seine Sünden nicht. Das ist das Vorbild der Demut für uns Priester, so der Papst: Wenn wir nur unser Curriculum vorlegen und sonst nichts, enden wir dabei, einen Fehler zu begehen. Wir vermögen es nicht, Jesus Christus, den Heiland, zu verkündigen, da wir ihn im Grunde nicht spüren. Wir müssen aber demütig sein, doch mit einer wirklichen Demut, mit Vor- und Nachnamen: Ich bin deswegen, deswegen und deswegen Sünder. Wie dies Paulus tut: Ich habe die Kirche verfolgt, wie er dies tut, konkrete Sünder. Keine Sünder mit jener Demut, die nur wie eine Fassade ist, nicht wahr? Nein: starke Demut!. Die Demut des Priesters, die Demut des Christen ist konkret. Wenn es also einem Christen nicht gelinge, vor sich selbst und auch vor der Kirche dies zu bekennen, dann stimmt etwas nicht. Wer dies nicht als erster tue, könne die Schönheit des von Christus gebrachten Heils nicht verstehen: Brüder, wir haben einen Schatz: den Schatz, der unser Heiland Jesus Christus ist. Das Kreuz Jesu Christi, diesen Schatz, dessen wir uns rühmen. Doch wir haben ihn einem zerbrechlichen Tongefäß. So wollen wir uns auch des Merkbuches unserer Sünden rühmen. Und so ist der Dialog christlich und katholisch: konkret, weil das Heil Jesu Christi konkret ist. Jesus Christus hat uns nicht mit einer Idee gerettet, mit einem intellektuellen Programm, nein. Er hat sich erniedrigt, er ist Mensch geworden, er ist ins Fleisch gekommen bis zum Ende. Doch allein in zerbrechlichen Gefäßen kann man verstehen, kann man es empfangen. Auch die Samariterin, die nachdem sie mit Jesus gesprochen habe ihren Landsleuten zuerst ihre Sünde erzähle und dann davon, dass sie dem Herrn begegnet sei, verhalte sich ähnlich wie Paulus. Ich glaube, so Franziskus, dass diese Frau im Himmel ist, gewiss, denn wie Manzoni sagt: Nie habe ich gefunden, dass der Herr ein Wunder begonnen hat, ohne es gut zu Ende zu bringen, und dieses Wunder, das er begonnen hat, hat er gewiss gut im Himmel vollendet. Diese Samariterin wollen wir bitten, so der Papst abschließend, dass sie uns helfe, Tongefäße zu sein, um das glorreiche Geheimnis Jesu Christi zu tragen und zu begreifen. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuFranziskus in Santa Marta
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