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| ![]() Indonesien: Polizei duldet Angriff auf interreligiöse Veranstaltung14. Juni 2013 in Aktuelles, keine Lesermeinung Das traditionell tolerante interreligiöse Klima im muslimisch geprägten Inselstaat hat sich in den vergangenen Jahren deutlich eingetrübt Jakarta (kath.net/KNA) In Indonesien haben radikale Muslime eine interreligiöse Veranstaltung von Muslimen und Christen gestürmt. Womöglich geschah dies mit Duldung der Polizei, wie die Tageszeitung «Jakarta Globe» (Donnerstag) unter Berufung auf Teilnehmer der Podiumsdiskussion über inhaltliche Parallelen und Unterschiede in Koran und Bibel berichtet. Acht Männer hätten die Räume der katholischen Diözese Surabaya gegen Ende der Diskussion gestürmt und die Teilnehmer unter Zwang zur Polizeizentrale der Hafenstadt gebracht, sagte Ahmad Zaimul Hamdi vom Anti-Violence People's Network (Jamak) als Organisatorin der Veranstaltung. Die Polizei habe der Erstürmung tatenlos zugesehen und sogar «geholfen, die Diskussionsrunde aufzulösen». Die Organisatorin sagte der Zeitung, die Polizei habe bereits vorab von der geplanten Störung durch die Islamisten gewusst. Die Diskussion sei überhaupt erst in die kirchlichen Räume verlegt worden, nachdem die Polizei unter Verweis auf Sicherheitsprobleme ein Restaurant als Veranstaltungsort abgelehnt hätten. In solchen Fällen würden «statt der Hardliner die Opfer von Angriffen von der Polizei verhört», kritisierte Ahmad. Der Inselstaat Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land der Welt. Das traditionell tolerante interreligiöse Klima hat sich in den vergangenen Jahren deutlich eingetrübt. Angriffe und Diskriminierungen von Anhängern anderer Religionen nehmen zu. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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