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Oboedientia et pax. Gehorsam als Mittel, um zum Frieden zu gelangen

4. Juni 2013 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Papst: Die Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils sei eine «prophetische Intuition» dieses Papstes gewesen und gehöre zu den «Meilensteinen in der Geschichte der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert»


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Papst Franziskus hat seinen vor 50 Jahren gestorbenen Amtsvorgänger Johannes XXIII. (1958-1963) gewürdigt. Seine Amtszeit sei eine entscheidende Wegmarke für die katholische Kirche im 20. Jahrhundert. Die Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils sei eine «prophetische Intuition» dieses Papstes gewesen und gehöre zu den «Meilensteinen in der Geschichte der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert», sagte Franziskus am Montagabend im Vatikan. Die Botschaft von Johannes XXIII. für die heutige Kirche laute, dass Christen ihren Egoismus überwinden und als Wegbereiter für den Frieden wirken müssten, so der Papst.

Anlass seiner Äußerungen war der 50. Todestag von Johannes XXIII., der am 3. Juni 1963 im Alter von 81 Jahren starb. Franziskus sprach vor Pilgern aus der norditalienischen Diözese Bergamo, dem Heimatbistum von Johannes XXIII. Die Gruppe hatte zuvor mit ihrem Bischof Francesco Beschi im Petersdom eine Messe zum 50. Todestag von Johannes XXIII. gefeiert.


Ebenfalls als Meilensteine bezeichnete Franziskus die Liebe von Johannes XXIII. zur kirchlichen Tradition und dessen Wissen um die fortwährende Erneuerungsbedürftigkeit der katholischen Kirche. Das auffallendste persönliche Merkmal von Johannes XXIII. sei seine Fähigkeit gewesen, Frieden und Güte auszustrahlen, sagte Franziskus. So habe er vor allem während seiner fast drei Jahrzehnte währenden Tätigkeit als vatikanischer Diplomat viele Freundschaften und Kontakte mit Personen geknüpft, die ganz anders sozialisiert gewesen seien als er selbst. Eine solche Offenheit habe er auch im Dialog mit den anderen christlichen Kirchen und den anderen Religionen gezeigt. Ein weiterer hervorragender Charakterzug Johannes XXIII. sei der Gehorsam gewesen, so der Papst weiter. Vor seiner Wahl zum Papst habe er stets die Aufgaben in der Kirche versehen, die seine Oberen ihm aufgetragen hätten, ohne an seine eigenen Bedürfnisse zu denken.

Der am 25. November 1881 in der Lombardei geborene Angelo Giuseppe Roncalli war am 28. Oktober 1958 zum Papst gewählt worden. Am 25. Dezember 1961 hatte er das Zweite Vatikanische Konzil einberufen (1962-1965). Diese Bischofsversammlung leitete eine Öffnung der katholischen Kirche für die Moderne ein. Im Jahr 2000 wurde Johannes XXIII. seliggesprochen.



(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto: Papst betet am Grab von Johannes XXIII. (c) Rome Reports/Screenshot



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