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| ![]() Papst fordert Reform des globalen Wirtschaftssystems27. Mai 2013 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen Franziskus bei Audienz für Experten der katholischen Soziallehre: Man könne heute nicht mehr einfach sagen, dass nur auf der südlichen Erdhalbkugel «etwas nicht funktioniert». Auch in der westlichen Welt breiteten sich Armut und Arbeitslosigkeit aus. Vatikanstadt (kath.net/KNA) Papst Franziskus hat angesichts weltweit wachsender Armut und Arbeitslosigkeit eine Reform des globalen Wirtschaftssystems angemahnt. Solidarität könne sich in der gegenwärtigen Krise nicht allein auf die Unterstützung von Bedürftigen beschränken, sagte der Papst am Samstag bei einer Audienz für Experten der katholischen Soziallehre im Vatikan. Das gesamte globale System müsse auf den Prüfstand gestellt und mit den fundamentalen Rechten aller Menschen in Einklang gebracht werden, forderte er. Man könne heute nicht mehr einfach sagen, dass nur auf der südlichen Erdhalbkugel «etwas nicht funktioniert», so der Papst. Auch in der westlichen Welt breiteten sich Armut und Arbeitslosigkeit in besorgniserregender Weise aus. Das Wort «Solidarität», das heute in Kreisen der Wirtschaft häufig einen schlechten Klang habe, müsse wieder eine staatsbürgerliche Tugend werden, betonte Franziskus. Zugleich bekräftigte er, dass die Wirtschaftskrise im Kern ein ethisches Problem sei. Die Menschen stellten Macht, Profit und Geld über die Würde der Person. Demgegenüber gelte es, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Anlass seiner Äußerungen war eine Audienz für Vertreter der Stiftung «Centesimus Annus - Pro Pontifice». Diese widmet sich der Förderung und Vertiefung der katholischen Soziallehre. «Centesimus Annus» (Das hundertste Jahr) ist der Titel eines Lehrschreibens von Papst Johannes Paul II. zu sozialen Fragen von 1991. Es erschien 100 Jahre nach der Enzyklika «Rerum Novarum» von Leo XIII., in der ein Papst erstmals ausführlich auf die soziale Frage einging. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Foto: (c) korazym.org Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuWirtschaft
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