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Zwei christliche Tugenden: Geduldig ertragen und mit Liebe siegen

24. Mai 2013 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Ertragen heißt, die Schwierigkeiten annehmen und sie kraftvoll nach oben zu tragen, damit uns die Schwierigkeit nicht nach unten zieht. Mit Liebe siegen wie Jesus. Gebet für China. Tweet des Tages. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Geduldig die äußeren und inneren Bedrängnisse ertragen und sie mit Liebe besiegen: darum bat Papst Franziskus in seiner Predigt zur heiligen Messe am Gedenktag Mariens, Hilfe der Christen (Maria auxilium Christianorum), in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“. Am Gottesdienst nahmen die Angestellten des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel teil. Es konzelebrierte der Präsident des Dikasteriums, Erzbischof Claudio Maria Celli.

An dem Tag, an dem die Kirche den Gebetstag für China begeht, waren außerdem der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Erzbischof Savio Hon Tai-Fai SDB, sowie eine Gruppe von chinesischen Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und Laien anwesend. Zum Schluss der Fürbitten betete der Papst „für das edle Volk Chinas: der Herr segne es und die Gottesmutter behüte es“. Die Messe endete mit einem Marienlied in chinesischer Sprache.

In seiner Predigt bat Franziskus um zwei Gnaden: „geduldig ertragen und mit Liebe besiegen“. Dabei handle es sich um dem Christen eigene Gnaden. Geduldig ertragen sei nicht einfach: „Es ist nicht einfach, wenn einem die Schwierigkeiten von da draußen entgegenkommen oder wenn die inneren Probleme in Herz und Seele eintreten“.


„Ertragen heißt, die Schwierigkeiten anzunehmen“, so der Papst, „und sie kraftvoll nach oben zu tragen, damit uns die Schwierigkeit nicht nach unten zieht. Kraftvoll nach oben tragen: das ist eine christliche Tugend. Der heilige Paulus redet oft davon. Ertragen. Das bedeutet, sich nicht von den Schwierigkeiten besiegen zu lassen. Das bedeutet, dass der Christ die Kraft hat, die Hände nicht herabzulassen. Tragen, aber nach oben tragen: ertragen. Und das ist nicht leicht, weil sich die Entmutigung einstellt, und einer möchte die Hände herablassen und sagen: ‚Ja, vorwärts, wir tun, was wir können, aber nicht mehr, so ein wenig halt...’. Doch nein: ertragen ist eine Gnade. Um sie müssen wir in den Schwierigkeiten bitten“.

„Mit Liebe siegen“ ist für Franziskus die zweite Gnade, für die der Christ beten muss: „Man kann auf vielen Wegen siegen, doch die Gnade, um die wir heute bitten, ist die Gnade des Sieges mit Liebe, durch die Liebe. Und auch das ist nicht leicht. Wenn wir da draußen Feinde haben, die uns viel Leid zufügen, ist es nicht leicht, mit Liebe zu siegen. Es ergreift einen das Verlangen, sich zu rächen, dem anderen ebenso ein Leid zuzufügen... Die Liebe: jene Sanftmut, die Jesus uns gelehrt hat. Und sie ist der Sieg! Der Apostel Johannes sagt in seinem ersten Brief: ‚Das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube’ (vgl. 1 Joh 5,4). Unser Glaube besteht darin, an Jesus zu glauben, der uns die Liebe gelehrt hat, der uns gelehrt hat, alle zu lieben. Und der Beweis dafür, dass wir in der Liebe sind, besteht in unserem Gebet für unsere Feinde“.

Für die Feinde beten, für jene, die uns Leid zufügen, „ist nicht leicht“. Doch „wir wären besiegte Christen, würden wir den Feinden nicht vergeben und für sie beten“. „Wie viele unterjochte, entmutigte Christen kann man doch finden“, rief Franziskus aus, „weil ihnen diese Gnade nicht zuteil wurde, geduldig zu ertragen und mit Liebe zu siegen!“.

„Aus diesem Grund bitten wir die Gottesmutter“, so der Papst zum Schluss seiner Predigt, „dass sie uns diese Gnade schenke, geduldig zu ertragen und mit Liebe zu siegen. Wie viele Menschen – viele alte Männer und Frauen – haben diesen Weg beschritten! Und es ist schön, sie zu sehen: sie haben diesen schönen Blick, dieses heitere Glück. Sie sprechen nicht viel, aber sie haben ein geduldiges Herz voller Liebe. Sie wissen, was es heißt, dem Feind zu vergeben, sie wissen, was es heißt, für den Feind zu beten. Viele Christen sind so“.


b> Der Tweet des Tages:

Wunder gibt es. Aber dazu braucht es das Gebet! Ein mutiges Gebet, das um etwas ringt, das beharrlich ist, nicht ein Gebet aus Gefälligkeit.

Dantur miracula sed precatio flagitatur: animosa nempe oratio quae dimicat quaeque perstat haud vero officiosa aliqua pro forma supplicatio.

EIN HINWEIS: Alle Franziskus-Perlen von Anfang an ab sofort unter: http://www.kath.net/news/pearls

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