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| ![]() Türkischer Schriftsteller wegen Blasphemie verurteilt24. Mai 2013 in Chronik, 4 Lesermeinungen Der türkisch-armenische Schriftsteller Sevan Nisanyan ist wegen Beleidigung des Islam zu 58 Wochen Haft verurteilt worden Istanbul (kath.net/KNA) Der türkisch-armenische Schriftsteller Sevan Nisanyan ist wegen Beleidigung des Islam zu 58 Wochen Haft verurteilt worden. Ein Strafgericht in Istanbul befand ihn laut «Hürriyet Daily News» (Onlineausgabe) am Mittwoch für schuldig, mit einem Blogeintrag über das Video «Unschuld der Muslime» die «Glaubensüberzeugungen eines Teils der Gesellschaft verletzt» zu haben. Nisanyan antwortete auf die Entscheidung, indem er einen Link zu seinem Beitrag vom vergangenen 29. September per Twitter erneut verbreitete. Nisanyan hatte unter Anspielung auf den Propheten Mohammed geschrieben, sich «über einen arabischen Führer lustig zu machen, der vor ein paar hundert Jahren Gott kontaktiert haben will und dafür politische, finanzielle und sexuelle Vorteile bekam», sei nicht diskriminierend. Vielmehr sei dies «fast auf Kindergarten-Niveau ein Test für Meinungsfreiheit». Mitte April war der türkische Pianist Fazil Say ebenfalls von einem Istanbuler Gericht zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er sich auf Twitter über islamische Glaubenssätze lustig gemacht hatte. Die Haftstrafe gegen Nisanyan kann laut «Hürriyet Daily News» nicht in eine Geldstrafe umgewandelt werden. Allerdings habe der Schriftsteller ein Recht auf Berufung. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuTürkei
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