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| ![]() Ist mit dem 'C' keine Wahl zu gewinnen?21. Mai 2013 in Deutschland, 12 Lesermeinungen Politiker und Kirchenleiter: Es gibt keine christliche Politik Berlin (kath.net/idea) Ist das Ende christlicher Politik gekommen? Dieser Frage geht der Journalist Till-R. Stoldt (Düsseldorf) in der Tageszeitung Die Welt (Berlin) nach. Anlass bietet ihm eine Tagung der nordrhein-westfälischen CDU am 7. Mai in Bonn. Alle Teilnehmer darunter der CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (Düsseldorf), und der katholische Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck (Essen) hätten dort betont, dass es eine christliche Politik gar nicht gebe, sondern lediglich Christen, die sich in die Politik einbringen und zwar in allen Parteien. Sie versuchten, ihr politisches Handeln an christlichen Grundwerten auszurichten, zögen aber daraus unterschiedliche Konsequenzen. Tiefe Kluft zwischen Leben und christlicher Lehre Der Grund für den Verzicht auf eine dezidiert christliche Politik liegt laut Stoldt in der abnehmenden Glaubens- und Kirchenbindung der Bevölkerung. So habe Laschet festgestellt, es sei heute für Parteien nicht mehr ratsam, sich allzu großer Nähe zur Kirche zu rühmen, wenn sie Wahlen gewinnen wollten. Es bestehe eine tiefe Kluft zwischen manchen Lehrmeinungen der Kirche und der Lebenswirklichkeit der Menschen. Auch Präses Rekowski beobachtet einen machtvollen Trend zur Entkirchlichung. Hat eine entweltlichte Kirche Vorteile? Laut Stoldt gehen besonders Sozialdemokraten und Grüne immer stärker auf Distanz zur Kirche. Das zeige sich an Forderungen, etwa das Tanzverbot an stillen christlichen Feiertagen wie Karfreitag zu lockern, Kreuze aus öffentlichen Gebäuden zu entfernen oder die Sonderregelungen des kirchlichen Arbeitsrechts einzuschränken. Laut Stoldt sollten die Kirchen die wachsende Distanz der Parteien zum Anlass nehmen, ihrerseits die Vorteile größerer Distanz zur Politik zu nutzen. Der Journalist erinnert an die Mahnung von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011, dass das missionarische Zeugnis einer entweltlichten, auch von der politischen Last befreiten Kirche klarer zutage trete. Graphik: © kath.net Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuPolitik
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