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Das mutige, demütige und starke Gebet wirkt Wunder

20. Mai 2013 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Die Wunder gibt es! Alles kann, wer glaubt. ‚Herr, hilf meinem Unglauben!’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Ein mutiges, demütiges und starkes Gebet wirkt Wunder. Dies erklärte Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe am Pfingstmontag in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“. Bei der Eucharistiefeier waren unter anderen einige Angestellte von „Radio Vaticana“ in Begleitung des Direktors des Senders, P- Federico Lombardi SJ, anwesend.

Die Liturgie des Tages legt den Abschnitt aus dem Evangelium vor, in dem es den Jüngern nicht gelingt, einen Knaben zu heilen. Jesus selbst muss eingreifen, der sich über den mangelnden Glauben der Anwesenden beschwert. Er antwortet dem Vater des Kindes, der ihn um Hilfe bittet: „Alles kann, wer glaubt“ (vgl. Mk 14,9-29).

Franziskus stellte fest, dass auch jene, die Jesus lieben, in ihrem Glauben nicht zu viel aufs Spiel setzten und sich ihm nicht völlig anvertrauten. „Warum aber dieser Unglaube?“, fragte sich der Papst: „Ich glaube, dass es das Herz ist, das sich nicht öffnet, das verschlossene Herz, das Herz, das alles unter Kontrolle haben will“.


Es sei dies also ein Herz, das sich nicht öffne und die Kontrolle über die Dinge nicht Jesus überlasse: „Und als die Jünger ihn fragen, warum es ihnen nicht gelungen sei, den Jüngling zu heilen, antwortet der Herr: ‚Diese Art von Dämon kann nur durch Gebet ausgetrieben werden’“. „Wir alle“, betonte Franziskus, „tragen ein Stück Unglauben in uns“. Somit bedürfe es „eines starken Gebets, und dieses demütige und starke Gebet lässt es geschehen, dass Jesus das Wunder vollbringen kann. Das Gebet, das um ein Wunder bittet, um ein außerordentliches Wirken, muss ein Gebet sein, das alle einschließt“.

Der Papst erzählte hierzu eine Geschichte, zu der es in Argentinien gekommen war. Ein siebenjähriges Mädchen sei krank geworden, und die Ärzte hätten ihr wenige Stunden gegeben. Der Vater, ein Elektriker und „Mann des Glaubens“, „ist fast wahnsinnig geworden, in diesem Wahnsinn hat er einen Bus genommen, um zum Marienheiligtum von Lujan zu fahren, das 70 Kilometer weit weg war. Er kam um neun Uhr abends an, als bereits alles geschlossen war. Und er fing an, zur Gottesmutter zu beten, mit den Händen, die das Eisentor umfassten. Und er betete und weinte und betete... und so blieb er die ganze Nacht. Doch dieser Mann kämpfte: er kämpfte mit Gott um die Heilung seiner Tochter. Nach sechs Uhr des darauffolgenden Morgens ging er zur Bushaltestelle, nahm den Bus und erreichte das Krankenhaus gegen neun Uhr. Und er fand seine Frau vor, wie sie weinte. Und er dachte ans Schlimmste. ‚Was ist los? Ich verstehe nicht, ich verstehe nicht! Was ist passiert?’ 'Ach, die Ärzte sind gekommen und haben gesagt, dass das Fieber zurückgegangen ist, dass sie gut atmet, dass sie nichts hat! Sie werden sie noch ein paar Tage hier lassen, doch sie verstehen nicht, was geschehen ist!’ Das geschieht noch immer, ja? Die Wunder gibt es!“

Doch es sei notwendig, mit dem Herzen zu beten, so der Papst abschließend: „Ein mutiges Gebet, das kämpft, um zu jenem Wunder zu gelangen. Nicht jene Gebete, die man so aus Freundlichkeit spricht: ‚Ach, ich werde für dich beten'. Ich sage ein Vaterunser, ein Ave Maria, und dann vergesse ich alles. Nein: ein mutiges Gebet, wie jenes des Abraham, der mit dem Herrn kämpfte, um die Stadt zu retten; wie jenes des Mose, der die Arme erhoben hatte und im Gebet zum Herrn ermüdete; wie jenes so vieler Menschen, die Glauben haben und mit dem Glauben beten, beten“.

„Das Gebet wirkt Wunder, doch wir müssen glauben! Ich denke, dass wir ein schönes Gebet sprechen können, heute, den ganzen Tag: ‚Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben’... und wenn wir gebeten werden, für die vielen Menschen zu beten, die in den Kriegen leiden, für die Flüchtlinge, für all diese Dramen, die sich jetzt abspielen, so wollen wir zum Herrn beten, aber mit dem Herzen: ‚Tu es! Ich glaube, Herr. Hilf meinem Unglauben!’. Machen wir das. Heute!“.

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