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Den Muttertag verdankt die Welt einer freikirchlichen Christin

13. Mai 2013 in Familie, keine Lesermeinung
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Begründerin war eine Methodistin – Zahl der Mütter in Deutschland nimmt stetig ab – Frauen, die Karriere machen, bekommen häufig keine Kinder


Berlin (kath.net/idea) In Deutschland wird seit 90 Jahren der Muttertag gefeiert. Kinder ehren in diesem Jahr am 12. Mai ihre Mütter, indem sie ihnen mit Blumen und anderen Geschenken eine Freude bereiten.

Vielen ist nicht bekannt, dass die Welt diesen Ehrentag einer Christin verdankt, der US-amerikanischen Methodistin Anna Marie Jarvis (1864-1948). Sie ließ am 12. Mai 1907 – zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter – in Grafton (Bundesstaat West Virgina) einen Gedenkgottesdienst feiern. Ein Jahr später wurde auf Initiative von Jarvis in der dortigen Methodistenkirche der erste offizielle Muttertag begangen. Nach der Predigt des Pastors verteilte sie 500 weiße und rote Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter. Die roten sollten die lebenden Mütter ehren, die weißen die verstorbenen.


Heute wird der Muttertag an unterschiedlichen Tagen in aller Welt gefeiert. Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ (Berlin) hat er für 39 Prozent der Deutschen eine „große“ oder „sehr große“ Bedeutung. Für fast ein Viertel (24 Prozent) hat der Muttertag dagegen keine Bedeutung mehr. 62 Prozent der Bundesbürger, deren Mutter noch am Leben ist, besuchen sie an diesem Tag. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 88 Prozent.

Von der Leyen: Es ist doch schön, als Mutter gefeiert zu werden

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) – Mutter von sieben Kindern – sagte gegenüber „Bild am Sonntag“ zu dem Ehrentag: „Als junges Mädchen fand ich Muttertag immer ein bisschen albern. Aber jetzt, wo ich seit 25 Jahren Mutter bin, finde ich den Muttertag immer besser. Für mich ist er ein großes, dickes Dankeschön! Es ist doch schön, mal als Mutter gefeiert zu werden. Und ich lasse mich am Sonntag auch ordentlich feiern.“

Allerdings nimmt die Zahl der Mütter in Deutschland ab. Während sie 1991 noch bei 13,2 Millionen lag, betrug sie im vergangenen Jahr nur noch 11,5 Millionen. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass Frauen, die Karriere machen, häufig keine Kinder bekommen. 77 Prozent der weiblichen Führungskräfte sind kinderlos.

Belastungen für Mütter nehmen zu

Der „Mutterjob“ ist auch kein „Zuckerschlecken“ – so das Handelsblatt (Düsseldorf) in einem Beitrag zum Muttertag. Die Zeitung zitiert die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks, Anne Schilling (Berlin), mit den Worten: „Die Belastungen nehmen zu. Es gibt einen Wahnsinnsdruck.“

Mütter müssten gut aussehen, für den Partner attraktiv bleiben, interessiert sein und möglichst erfolgreich im Beruf: „Und sie sollen die Kinder breit fördern – schulisch, musisch und sportlich. Das alles unter Zeitdruck.“ Viele Mütter hätten außerdem einen Perfektionsanspruch an sich selbst.

Als Folge komme es bei Zehntausenden zu schwerer Erschöpfung, Schlafstörungen und Erkrankungen. Schilling: „2012 sind 135.000 Mütter in unsere Beratungen gekommen, 44.000 von ihnen sind mit 64.000 Kindern zur Kur in eine unserer Kliniken gekommen.“


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