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Evangelische Kommunität: Gegenwind für Christen wird schärfer

17. Mai 2013 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Konstantin Mascher: Wer der Meinung sei, „dass menschliches Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und dass dem Leben nicht eigenmächtig ein Ende gesetzt werden darf, muss mit der Intoleranz der Toleranten rechnen“


Reichelsheim (kath.net/idea) Der Gegenwind für Christen in Europa wird schärfer. Diese Ansicht vertrat der Prior der evangelisch-ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“, Konstantin Mascher (Foto), auf deren Jahresfest in Reichelsheim (Odenwald). Christen, die sich „an den Wertekoordinaten des Evangeliums“ ausrichteten, stünden vor einer zunehmenden Herausforderung, sagte er vor rund 500 Besuchern des Treffens unter dem Motto „Gefährten im Gegenwind. Aufrecht in einer windschiefen Zeit“. Wer davon überzeugt sei, dass ein Kind Vater und Mutter brauche oder dass sich eine homosexuelle Orientierung verändern könne, werde an den Pranger gestellt. Auch wer der Meinung sei, „dass menschliches Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und dass dem Leben nicht eigenmächtig ein Ende gesetzt werden darf, muss mit der Intoleranz der Toleranten rechnen“.


Selbst auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag seien profilierte Positionen in der Sexualethik immer weniger willkommen.

Mascher zufolge setzen anti-christliche Kräfte wirkungsvolle Mittel ein: „Lächerlich machen, verleumden, einschüchtern, sanktionieren, isolieren und zuletzt kriminalisieren.“ Der Prior rief die Christen auf, gemeinsam den christlichen Wertekanon sichtbar und hörbar nach außen zu vertreten.

Kinder brauchen Vater und Mutter in einer stabilen Ehe

Die Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, die Ärztin Christl R. Vonholdt (Reichelsheim), setzte sich in einem Seminar mit der Theorien des Gender-Mainstreamings (Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen) auseinander. Sie ließen keinen Raum mehr für die Geschlechterpolarität von Mann und Frau, auf der das biblische Verständnis von der Gottebenbildlichkeit beruhe.

Vonholdt: „Die Gender-Theorien stehen für die Auflösung von Ehe und Familie und für die Beliebigkeit zahlreicher sexueller Lebensformen.“ Aber Kinder brauchten Vater und Mutter, „die in einer stabilen Ehe leben, die beziehungsfähig sind und ihre Kinder warmherzig und einfühlsam begleiten“. Dafür setze sich das Institut ein.

Dessen Pressesprecherin, Elke Pechmann, äußerte sich zu einem Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen. Danach sollen Therapien für Minderjährige verboten werden, die ihre homosexuelle Orientierung verändern wollen. Pechmann: „Wir respektieren und akzeptieren den Lebensentwurf jedes Einzelnen. Darum setzen wir uns vehement für die Freiheit und die Selbstbestimmung jeder Bürgerin und jedes Bürgers dieses Landes ein.“

Dazu gehöre aber auch die Freiheit zu sagen: „Ich möchte nicht homosexuell, sondern heterosexuell leben.“ Wiederholt haben Politiker von Bündnis 90/Die Grünen die Kommunität und das Institut scharf kritisiert, weil beide Einrichtungen homoerotisch empfindenden jungen Menschen zur Seite stehen, die nicht lesbisch bzw. schwul leben wollen.

Zu der seit 1968 bestehenden „Offensive Junger Christen“ gehören 110 Personen. Die Kommunität befasst sich vor allem mit Jugendarbeit, Entwicklungshilfe, Seelsorge und ethischen Fragen.

Foto: © Offensive Junger Christen


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