Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  2. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  3. ZDF hasst Katholiken
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Wahrheit ist heilsrelevant
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. Technisch brillant, geistig obdachlos
  13. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium

Christen in großer Bedrängnis - Dokumentation 2013

24. April 2013 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katholisches Hilfswerk stellt Bericht über Christenverfolgung weltweit vor


München (kath.net/KIN) Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat in München seinen aktuellen Bericht über Diskriminierung und Unterdrückung von Christen weltweit vorgestellt. Unter dem Titel „Christen in großer Bedrängnis - Dokumentation 2013“ ist das 180 Seiten umfassende Buch ab sofort unentgeltlich im Münchner Büro des Hilfswerks erhältlich.

Wie der Autor des Berichts, „Kirche-in-Not“-Menschenrechtsexperte Berthold Pelster, betonte, lägen besondere Schwerpunkte der inzwischen zum dritten Mal erschienenen Dokumentation auf der Situation von Christen in Nigeria, Pakistan und Syrien. Außerdem mache der Band auf die Lage der Kirche in kommunistischen Ländern wie China oder Vietnam aufmerksam.

Nach Aussage Pelsters habe in den vergangenen Jahren die Gewalt gegen Christen aus religiös-ideologischen Motiven in Nigeria zugenommen. So seien seit dem Jahr 2009 mehr als 2000 Menschen durch Anschläge der radikal-islamischen Bewegung „Boko Haram“ getötet worden. Die Sekte verfolge nach eigenen Angaben das Ziel, Nigeria zu einem islamischen Staat zu machen. In Pakistan habe man Christen mehrfach grundlos bezichtigt, den Koran entehrt oder den Propheten Mohammed beleidigt zu haben, berichtete Pelster. Für derartige Verstöße sehe das pakistanische Blasphemie-Gesetz lebenslange Haftstrafen beziehungsweise die Todesstrafe vor. Nach Syrien seien seit Ausbruch des Bürgerkrieges im Frühjahr 2011 zahlreiche islamistische Kämpfer gekommen. Aus Furcht vor deren Anschläge seien bereits 50 000 Christen aus der Stadt Homs geflohen, erläuterte Pelster. In China leide die Katholische Kirche unter der zunehmenden Kontrolle seitens der kommunistischen Regierung. So setzten die chinesischen Religionsbehörden mehrfach Bischofsweihen gegen den Willen des Papstes durch. In ähnlicher Weise konnte im Januar dieses Jahres das kommunistische Regime in Vietnam mit einer Gesetzesnovelle seinen Einfluss auf die Religionsgemeinschaften ausbauen. „Religionsgemeinschaften, die eine staatliche Anerkennung erhalten möchten, müssen den Behörden über ihre Organisationsstrukturen und über ihre Aktivitäten minutiös Bericht erstatten“, betonte Pelster.


Aus dem „Brennpunktland“ Nigeria und auch aus dem Libanon waren der katholische Bischof von Sokoto, Matthew Kukah, und der Präsident der Caritas Libanon, Simon Faddoul, auf Einladung von „Kirche in Not“ zur Vorstellung von „Christen in großer Bedrängnis – Dokumentation 2013“ nach München gekommen. Außerdem war der Nahost-Korrespondent von „Kirche in Not“, Oliver Maksan, aus Israel angereist.

Bischof Kukah stellte klar, dass in Nigeria keine gezielte Christenverfolgung herrsche. Richtig hingegen sei, dass die Christen in seinem Land unter islamistischen Terrorgruppen leiden. Besonders hob er das Leid hervor, das die Sekte „Boko Haram“ Christen und anderen Bevölkerungsgruppen zufügt. Der Bischof wies darauf hin, dass die Ziele der Terrorgruppe „Boko Haram“ schwer zu definieren seien. Obwohl es ihre Absicht sei, die Scharia zur Gesetzesgrundlage im ganzen Land zu machen, träfen ihre Anschläge überwiegend Muslime. Grund für deren Anschläge auf Kirchen, aber auch auf Moscheen und zivil genutzte Gebäude sei ihre große Unzufriedenheit mit den sozialen Verhältnissen. „Wenn die bislang unfähigen Regierungen Korruption in den eigenen Reihen abstellen und eine Infrastruktur aufbauen, dann wird der Terror erheblich zurück gehen“, ist Kukah überzeugt. Kukah selber mache die Erfahrung, dass selbst Politiker aus christlichen Ländern die Muslime mehr unterstützen, als ihre christlichen Glaubensbrüder.

Simon Faddoul sagte, dass die Caritas Libanon seit der Syrienkrise mehr als 15 000 aus Syrien geflohenen Familien (ca. 75 000 Personen) helfen konnte. Dabei habe die Religionszugehörigkeit der Opfer keine Rolle gespielt. 92 Prozent von ihnen seien muslimische Sunniten, sechs Prozent hätten ein christliches Bekenntnis. Faddoul dankte „Kirche in Not“ für seine finanzielle Soforthilfe im Juli 2012 für die Versorgung der belagerten Stadt Rableh. So konnte die Caritas Libanon seit acht Monaten die überwiegend von Christen bewohnte Stadt mit Nahrungsmitteln versorgen.

Oliver Maksan unterstrich, dass die Christen etwa zehn Prozent der 23 Millionen Syrer stellen. Unter den Flüchtlingen seien auch mehrere Hunderttausend Christen. Die in Syrien verbliebenen Christen hätten wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft, da sie nach Assads Abdanken mit einer islamistischen Regierung rechnen. Etwa 40 Kirchen und andere christliche Einrichtungen wie Krankenhäuser seien mittlerweile zerstört, erläuterte Maksan.

Die Dokumentation „Christen in großer Bedrängnis – Dokumentation 2013““ kann unentgeltlich bestellt werden:

Deutschland:
www.kirche-in-not.de/shop
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 64 24 888 – 0
E-Mail: [email protected]

Österreich:
Kircheinnot-Shop
KIRCHE IN NOT
Hernalser Hauptstraße 55/1/8
1172 Wien
Tel: +43(1) 405 25 53
E-Mail: [email protected]

Foto: Pressekonferenz - Christen in großer Bedrängnis - München 23.04.2013 (c) KIRCHE IN NOT.JPG
odium (von links):
- Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte von „Kirche in Not“ und Autor der Dokumentation „Christen in großer Bedrängnis“
- Simon Faddoul, Präsident von Caritas Libanon
- Übersetzerin Felicitas Gräfin Piccolomini
- Bischof Matthew Kukah, Bischof der Diözese Sokoto, Nigeria
- Oliver Maksan, Nahost-Korrespondent von „Kirche in Not“
- Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ Deutschland


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  4. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  9. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  10. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  8. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  9. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  12. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  13. Wahrheit ist heilsrelevant
  14. Eine katholische Heldin
  15. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz