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Presserat: Beschwerde gegen 'Frankfurter Rundschau' war begründet

18. April 2013 in Chronik, 8 Lesermeinungen
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Der Deutsche Presserat hat die Beschwerde von kath.net-Herausgeber Roland Noé gegen einen im Dezember veröffentlichten Bericht als „begründet“ angesehen und der Zeitung einen "Hinweis" erteilt


Köln-Frankfurt (kath.net)
Der Deutsche Presserat hat die Beschwerde von kath.net-Herausgeber Roland Noé gegen die „Frankfurter Rundschau Online“ als „begründet“ angesehen und der Zeitung einen sogenannten „Hinweis“ erteilt. Die Zeitung hatte vergangenen Dezember eine Falschmeldung über den kath.net-Herausgeber verbreitet – kath.net hat berichtet. Später wurde diese Meldung zurückgezogen und eine Richtigstellung veröffentlicht. Außerdem hatte die Zeitung eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und auch die Anwaltskosten übernommen. Joachim Frank, der Autor des Artikels, hatte sich einige Wochen später bei Roland Noé auch persönlich entschuldigt.


Manfred Protze, der Vorsitzende des Beschwerdeausschusses des Deutschen Presserates, teilte jetzt gegenüber kath.net mit: „Die Falschmeldung über mögliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen eine Person im gegebenen Kontext stellt einen schweren Eingriff in deren Persönlichkeit dar. Die Redaktion hätte hier besonders sorgfältig überprüfen müssen, ob die von ihr behaupteten Ermittlungen tatsächlich stattgefunden haben.“ Die Pflicht zur Einhaltung der journalistischen Sorgfalt bei Recherche und Veröffentlichung seien dadurch verletzt worden. „Aufgrund des Verstoßes gegen die Ziffer 2 des Pressekodex erteilt der Vorsitzende des Beschwerdeausschusses der Redaktion der Frankfurter Rundschau Online gemäß § 7 Abs. 2 Beschwerdeordnung einen Hinweis.“



Foto: (c) kath.net


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Lesermeinungen

 placeat tibi 18. April 2013 
 

Prima!

Und beruhigend, daß solche Instanzen noch funktionieren.


1
 
 Willigis 18. April 2013 
 

@ Pamir

Die FR gehörte bis vor einigen Jahren mehrheitlich einer SPD-nahen Medienholding. Dann stieg der Verlag DuMont-Schauberg zum Mehrheitsgesellschafter auf.

2012 musste die FR allerdings Insolvenz anmelden. Seitdem gehört sie zu 90% der FAZ bzw deren Verlag, der Frankfurter Societät. Lediglich 10% blieben bei der SPD-nahen Karl-Gerold-Stiftung, allerdings wird die Zeitung auf dieser Grundlage mit dem linksliberalen Einschlag fortgeführt. Andernfalls machte sich die FAZ auch selbst Konkurrenz.


1
 
 kreuz 18. April 2013 

freut mich-

gratuliere:-)


2
 
 Theodor69 18. April 2013 
 

Konnten nicht zwischen kreuz.net und kath.net unterscheiden

Das grundlegende Problem ist, dass die meisten Journalisten nicht recherieren können und so "Kleinigkeiten" wie der Unterschied zwischen kreuz.net und kath.net muss man da nicht beachten. Beide "sind ja von der Kirche". Die "mutigen Katholiken" von kreuz.net, die sich in der Anonymität verstecken, kann man ja nicht namentlich nennen, da nimmt man halt einfach den Herausgeber von kath.net. Ist eh alles das Gleiche...
Finde es aber anständig, dass sich der Autor persönlich entschuldigt hat - hätte er nicht müssen.


1
 
 FranciscoL 18. April 2013 

Sehr gut-Gratuliere

Man darf sich so etwas wirklich nicht gefallen lassen,insbesondere,weil diese glatte Verleumdung wirklich existenzbedrohend war.


3
 
 Gandalf 18. April 2013 

@Pamir: Ja!


4
 
 M.Schn-Fl 18. April 2013 
 

Sehr erfreulich!

Wir wollen hoffen, dass dieser "Hinweis", der eine Zurechtweisung bzw. Rüge ist, von den anderen Medien sorgfältig zur Kenntnis genommen wird und hilft, der Verwilderung im deutschen Journalismus rechtzeitig entgegenzuwirken.


3
 
 Maxim 18. April 2013 
 

Reiner Zufall?
Gehört die Zeitung nicht der Gewerkschaft und anteilig der SPD?


3
 

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