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Die Bedeutung der Himmelfahrt für das Leben des Christen

17. April 2013 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: Christus sitzt zur Rechten des Vaters. Seine Himmelfahrt ist Anlass zur Freude: er ist der Anwalt, der vor den Nachstellungen des Teufels verteidigt. Das Leben des Christen ist zusammen Kontemplation und Aktion. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Der Pilgerstrom reißt nicht ab. Vor rund 80.000 Pilgern und Besuchern setzte Papst Franziskus seine Katechesenreihe zum Jahr des Glaubens und dem Glaubensbekenntnis fort und beschäftigte sich mit der Bedeutung der Himmelfahrt Christi: „Jesus Christus ist aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“.

Das Leben Jesu erreiche seinen Höhepunkt in der Himmelfahrt, bei der Christus von dieser Welt zum Vater gehe. Der Weg in die Herrlichkeit des Vaters führe Jesus allerdings über das Kreuz, über den Gehorsam gegenüber dem Plan Gottes der den Menschen die Liebe des Schöpfers offenbart.

Auch für uns Christen sei klar, dass wir nur dann in die Herrlichkeit Gottes eintreten können, wenn wir uns in der täglichen Treue zum Herrn und zu seinem Willen bewähren. Dies bedeute auch Opfer zu bringen, eigene Pläne und Vorstellungen zurückzustellen.

Zwei Aspekte werden aus dem Himmelfahrtsbericht deutlich, so Franziskus. Erstens vollziehe Jesu hier eine priesterliche Geste: „er segnet“. In Christus, dem wahren Gott und wahren Menschen, „wird unser Menschsein zu Gott getragen“. Jesus sei am Gipfel angekommen, „und er zieht uns hoch, wenn wir uns an ihn binden und ihm unser Leben anvertrauen“.


Wie der heilige Johannes in seinem ersten Brief sage, „ist Jesus unser Anwalt“, so Franziskus, der in freier Rede hinzufügte: „Wie schön, so was zu hören, nicht wahr? Wenn einer vor den Richter gerufen wird, ist das erste, was er tut, sich einen Anwalt zu suchen, um sich verteidigen zu lassen. Wir haben einen, der uns immer verteidigt, der uns vor den Nachstellungen des Teufels verteidigt, der uns vor uns selbst verteidigt, vor unseren Sünden! Liebe Brüder und Schwestern, wir haben diesen Anwalt: haben wir keine Angst, zu ihm zu gehen und um Vergebung zu bitten, um seinen Segen zu bitten, um sein Erbarmen zu flehen! Er vergibt immer, er ist unser Anwalt! Vergesst das nie!“

Der zweite Aspekt bestehe in der Freude, die die Jünger nach der Himmelfahrt haben. Die Freude sei angesichts der Trennung eigentlich paradox. Aber mit den Augen des Glaubens verstünden die Jünger, dass Jesus jetzt auf tiefere Weise immer bei ihnen bleibe. „Betrachten wird das Geheimnis der Herrschaft Jesu“, so der Papst, „um von ihm die Kraft zu erhalten, das Evangelium in unserem Alltag zu bezeugen. Er ist auf eine neue Weise lebendig und in unserer Mitte. Er ist nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden“. Die Gegenwart Christi durchdringe Zeiten und Räume. Er bleibe jedem von uns nahe.

In der Gemeinschaft mit ihm und mit den Brüdern und Schwestern „vermögen wir den Glauben täglich zu leben und die Herrschaft der Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen“.

Der heilige Lukas berichte vom Ereignis der Himmelfahrt auch zu Beginn der Apostelgeschichte, um zu unterstreichen, dass dieses Geschehen wie ein Ring sei, das das irdische Leben Jesu mit dem der Kirche verbindet. An dieser Stelle rufe Lukas auch die Wolke in Erinnerung, die Jesus dem Blick der Jünger entziehe, die betrachteten, wie Jesus zu Gott aufsteige (vgl. Apg 1,9-10). So kämen zwei in weiß gekleidete Männer, „die sie einladen, nicht unbeweglich zu bleiben und auf den Himmel zu schauen, sondern ihr Leben und ihr Zeugnis mit der Gewissheit zu nähren, dass Jesus auf dieselbe Weise wiederkehren wird, auf die sie ihn zum Himmel aufsteigen sahen“.

Gerade ausgehend von der Betrachtung der Herrschaft Jesu würden die Jünger eingeladen, von ihm die Kraft zu nehmen, das Evangelium in das Leben aller Tage zu tragen: „betrachten und handeln, ‚ora et labora’ – lehrt der heilige Benedikt – sind beide notwendig für unser Leben als Christen“.

Die Pilger aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache, insbesondere die Marianische Männerkongregation Regensburg. Christus hat uns den Zugang zum Vater erschlossen. Vertrauen wir uns ihm an, vergessen wir seine großherzige Gegenwart in unserem Alltag nicht. Lassen wir uns von seiner Liebe erneuern. Euch allen wünsche ich eine frohe Osterzeit!


Der Tweet des Tages:

Die Himmelfahrt Jesu heißt nicht, dass er Abschied nimmt, sondern dass der Herr auf neue Weise unter uns lebt und jedem von uns nahe ist.

In die Herrlichkeit Gottes eintreten bedeutet, dem Willen des Herrn im Alltag treu zu sein, auch wenn dies Opfer verlangt.

Non innuit Iesu ascensio ad coelos abesse Eum nobis potius quam inter nos viventem novo omnino modo unicuique adesse.

In gloriam Dei ut quis introeat iubetur coditide se praestare Eius voluntati fidelem, etiam tum incommoda cum simul inferantur.

Video der Generalaudienz



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