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| ![]() Choräle oder Lobpreis-Lieder im Gottesdienst?15. April 2013 in Schweiz, 15 Lesermeinungen Evangelischer Musikkatechet: Gott hat keine Lieblingsmusik Altenkirchen (kath.net/idea) Die Frage des Musikstils im Gottesdienst führt in christlichen Gemeinden nicht selten zu Streit. Die einen singen lieber Choräle, andere moderne Lobpreis-Lieder. Wie soll man damit umgehen? Mit dieser Frage befasst sich der Musikkatechist Frank Pacek (Neuwied) im Magazin ERLEBT des Missionswerkes Neues Leben (Altenkirchen/Westerwald). Wie er schreibt, sei die Kirchengeschichte voll mit Konflikten darüber, wie wahrhaft geistliche Musik zu klingen habe. Im jetzigen Medienzeitalter änderten sich die Musikstile noch viel schneller als in vergangenen Jahrzehnten. Veränderungen aber, die in zu kurzer Zeit erfolgten, riefen meist heftige Reaktionen hervor. Deshalb falle die Mehrheit der Plädoyers für oder gegen einen bestimmten Musikstil häufig emotional und einseitig aus. So laute ein immer wiederkehrender Vorwurf gegenüber der modernen Lobpreis-Welle, der Musikstil sei zu weltlich. Aber, so fragt Pacek: Kann Musik überhaupt frei von weltlichen sprich kulturellen und gesellschaftlichen Einflüssen entstehen? Aussagen wie Ältere geistliche Lieder sind gewöhnlich unbedenklich seien rein subjektiv. Doch auch mancher Vertreter der zeitgemäßen Musik argumentiere gerne einseitig, wenn er das Bibelwort Singet dem Herrn ein neues Lied (Psalm 96,1) dazu missbraucht, traditionelles Liedgut am besten gleich loszuwerden. Unterschiedlichen Musikstilen Raum geben Pacek ist überzeugt: Gott hat keine Lieblingsmusik. Er plädiert deshalb für einen weitherzigen Umgang mit Musik im Gottesdienst: Nicht wie man Gott mit Musik lobt, ist ausschlaggebend, sondern was uns dabei bewegt: Will ich mit neuem Liedgut lediglich meinen Geschmack verwirklicht sehen oder dient es der Bereicherung der Gemeinde? Andererseits gilt auch: Musik ist nicht geistlicher, nur weil sie älter ist. Gemeinden, in denen verschiedene Musikstile Raum fänden, seien ein kraftvolles Zeugnis dafür, wie der Blick auf Jesus sowohl kulturelle Unterschiedlichkeiten als auch generationsbedingte Musikgeschmäcker überwindet. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuMusik
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