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'Seid ihr echt?'

6. März 2013 in Interview, keine Lesermeinung
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„Viele, auch der Kirche fernstehende Menschen, erzählen uns, dass sie dadurch neue Zugänge zum Glauben gefunden haben“, sagt der Wiener Priester Andreas Schätzle von „Die Priester“ im kath.net-Interview über das neue Album. Von Linda Noé


Wien (kath.net/ln) „Seid ihr echt?“. Das ist die häufigste Frage, die den drei Priestermusikern von „Die Priester“ gestellt wird. Das erzählt der Wiener Diözeanpriester und Programmdirektor von „Radio Maria Österreich“, Andreas Schätzle, einer der Sänger, im Interview mit kath.net.

kath.net: Ende letzten Jahres erschien das zweite Studioalbum der "Priester", mit dem Titel „Rex Gloriae“. Was hat Sie dazu motiviert, zum zweiten Mal dabei zu sein?

Andreas Schätzle: Unsere erste CD ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich mit Gold ausgezeichnet worden, ein Zeichen dafür, das nicht nur die Musik, sondern auch die Botschaft ankommt. Da war es naheliegend unsere musikalische Mission weiter zu entfalten.

Viele, auch der Kirche fernstehende Menschen, erzählen uns, dass sie dadurch neue Zugänge zum Glauben gefunden haben. Die häufigste Frage, die uns gestellt wird, "Seid Ihr echt?", könnte auch signalisieren, dass die Kirche gerufen ist, auch in der modernen Musikwelt präsenter zu sein.

kath.net: „Rex Gloriae“ trägt konzeptionell eine " mystisch-religiösere Handschrift als die erste CD", so heißt es von Seiten der Plattenfirma Universal. Sehen Sie das auch so, und was genau ist anders im Vergleich zum ersten Album "Spiritus Dei"?

Schätzle: Alle Songs auf der CD sind von uns vorgeschlagen worden, d.h. auf der CD ist das drauf, was uns auch sonst in unserem priesterlichen Leben bewegt. Um ein Beispiel zu nennen: Mein Sangeskollege P. Vianney hat im Song 'Domine' die Musik von Vangelis (1492 -Monasterio de la Rabida) auf geniale Weise mit dem lateinischen Text der benediktinischen Professformel verbunden – ein Text, mit dem die Mönche ihre ewigen Gelübde ablegen: "Domine, suscipe me... – Herr, nimm mich auf, und ich werde leben!"


Auch wenn wir "Über sieben Brücken" singen, bekommen so archaische Motive wie "7 Brücken, dunkle Jahre, Asche, heller Schein" im Mund und in der Musik der Priester einen neuen, wenn man so sagen will mystischen Klang. Das sind menschliche Ur-Erfahrungen in Musik verdichtet – und wirkliche Brücken aus dem Glauben in die Erfahrungswelt der Menschen.

Wenn wir diese Lieder jetzt bei unserer Tournee in der Weite verschiedener Kirchenräumen live musizieren, entfalten sie eine ganz eigene, mitreißende Kraft, die zum Gebet wird.

kath.net: Mit dem Titel „Ave Maris Stella“, den Sie zusammen mit Mojca Erdmann singen, sind Sie beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision-Songcontest aufgetreten. Im Vom Fernsehpublikum haben "DIE PRIESTER" dort sehr viele Stimmen bekommen, auch wenn sie den Wettbewerb nicht gewonnen haben. - welche Erfahrungen nehmen Sie mit?

Schätzle: Das war schon sehr spannend - fast 10.000 Menschen in dieser riesigen Arena. Wir haben sehr viel Aufmerksamkeit und Sympathie bei unserem Auftritt gespürt.

Jemand aus dem Publikum, der sich mir später als Atheist vorstellte, hat gesagt: "Bei eurem Song habe ich echt Gänsehaut bekommen".

Mit einem Sieg haben wir nie gerechnet. Unsere Motivation bei einem solchen Wettbewerb mitzumachen, war eher, gemeinsam mit Mojca, einer jungen, unglaublich guten Sopranistin, die auf den großen Bühnen dieser Welt zuhause ist (New York, Mailand, Salzburg, Wien), ein Glaubenszeugnis vor großem Publikum zu geben – und das mit einem Marien-Hymnus aus gregorianischer Tradition, der durch die moderne Musiksprache zu einem ganz neuen Song geworden ist. Die Leute im Saal und am Fernsehen haben das gemocht, wie der 4. Platz (von 12) beim Zuschauervoting zeigt.

kath.net: Seit Januar 2013 sind Sie auch wieder auf Tournee durch Deutschland, die Schweiz und Österreich-ein großes Projekt neben ihrer Arbeit als Programmdirektor bei Radio Maria und vielen anderen Engagements. Was ist Ihnen an einer Tournee wichtig, was möchten Sie den Menschen dadurch mitgeben?

Schätzle: Es ist ein Geschenk und ein Abenteuer, mit meinen beiden Kollegen, Abt Rhabanus und P. Vianney, und unserer jungen Band im Namen des Herrn unterwegs zu sein.

Wir erleben viel Begeisterung an den verschiedenen Konzertorten. Für mich ist es einfach Mission, Menschen aus der Musik und dem Glauben zu beschenken und zu begegnen.

Papst Benedikt hat in seinen letzten Ansprachen wie in einem Vermächtnis immer wieder von dieser Freude des Glaubens gesprochen. Genau diese Freude wollen wir weitergeben. Mission is possible!

kath.net: Danke für das Interview!

die noch verbleibenden Termine der Priestertour:

07.03.2013 20:00:00 Hannover Markuskirche
08.03.2013 20:00:00 Bielefeld Altstädter Nicolaikirche
09.03.2013 20:00:00 Bochum Christuskirche
10.03.2013 20:00:00 Trier Ehem. Reichsabtei St. Maximin
12.03.2013 20:00:00 CH-St. Gallen St. Laurenzenkirche
13.03.2013 20:00:00 CH-Olten Stadtkirche St. Martin
14.03.2013 20:00:00 Nürnberg Gustav-Adolf-Gedächtniskirche
15.03.2013 20:00:00 Altötting Kultur+Kongress Forum Altötting
16.03.2013 20:00:00 Wegscheid Pfarrkirche St. Johannes d. T.
17.03.2013 20:00:00 AT-Wien Votivkirche

Karten auf www.diepriester.com

kathTube-Video: Andreas Schätzle über „Die Priester“


Beeindruckend ist die Einspielung von “Ave maris stella“



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