
Hof (kath.net/pm) Der Bezirksverband des Evangelischen Arbeitskreises/EAK der CSU Oberfranken bedauert den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als "schmerzhaften Verlust für die Weltkirche und tiefe Zäsur im geistlichen Leben der Christen weltweit". Der EAK-Bezirksvorsitzende Dr. Jürgen Henkel und EAK-Bezirksgeschäftsführer Florian Goßler (beide Selb) würdigen den scheidenden Papst mit den Worten: „Papst Benedikt war einer der bedeutendsten Päpste der Kirchengeschichte mit klarem theologischem Profil, der seine Kirche nach dem großen Pontifikat von Papst Johannes Paul II. souverän durch stürmische Zeiten und gewaltige Herausforderungen in Welt und Kirche geführt hat.“
Papst Benedikt XVI. habe sich stets als bescheidener Diener im Weinberg des Herrn gesehen und selbst als Papst noch großartige theologische Werke geschrieben. „Unvergessen werden die weiß-blauen Fahnen auf dem Petersplatz bleiben. Benedikt XVI. war nicht nur ein römischer, sondern auch von Herzen ein bayerischer Papst. Wir verneigen uns vor der großen Lebensleistung dieses Papstes und der theologischen Tiefe seiner Gedanken. Er hat für die Ökumene weltweit wesentliche Impulse gesetzt“, so Henkel und Goßler.
Unvergessen und bahnbrechend blieben seine Annäherung an die Orthodoxen Kirchen, sein Verständnis für die Anliegen der Reformation, sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Religionsfreiheit für Christen weltweit und seine Bemühungen um einen vernünftigen Dialog mit dem Islam auf festem eigenen Fundament, ohne Gegensätze zu verwischen. „Dieser Papst hinterlässt seiner Kirche und der Welt ein Universum an Gedanken und eine feste Orientierung im christlichen Glauben“, so Henkel und Goßler. Das von ihm ausgerufene „Jahr des Glaubens“ greife explizit Anliegen der Reformation auf.
EAK-Bezirksvorsitzender Henkel kritisiert Stimmen aus der evangelischen Kirche, die dem scheidenden Papst die Enttäuschung von Erwartungen vorwerfen: „Hier waren oft die Erwartungen falsch.“ Henkel weiter: „Wir dürfen die Lebensleistung und das Wirken dieses Papstes nun nicht in endlosen Talkshows und Diskussionsrunden auf typisch deutsche Weise zerreden, sondern sollten im Gebet und Demut still und dankbar sein, dass dieser Papst der Welt geschenkt wurde.“
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