23 Februar 2013, 10:00
Widerstand aus christlichem Glauben heraus
 
Hildegard13
 
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Kardinal Marx gedenkt der im Nationalsozialismus ermordeten Mitglieder der „Weiße Rose“: sie „konnten mit einer unglaublichen Klarheit und Mut aus einem christlichen Glauben heraus genau unterscheiden zwischen Gut und Böse“.

München (kath.net/pem) Kardinal Reinhard Marx hat bei einer Gedenkfeier für die vor 70 Jahren ermordeten Mitglieder der „Weißen Rose“, Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst, an die christliche Dimension des Widerstands gegen den Nationalsozialismus erinnert: Die Geschwister Scholl und Christoph Probst „konnten mit einer unglaublichen Klarheit und Mut aus einem christlichen Glauben heraus genau unterscheiden zwischen Gut und Böse“, so der Erzbischof von München und Freising bei einer Andacht am Freitag, 22. Februar, in der Anstaltskirche der Münchner Justizvollzugsanstalt (JVA) Stadelheim, wo die drei Widerstandskämpfer am 22. Februar 1943 hingerichtet wurden.

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Die ermordeten Mitglieder der Weißen Rose seien „Märtyrer des christlichen Glaubens und des politischen Widerstands“, erklärte Marx. Der Kardinal erinnerte an die Ansprache von Papst Benedikt XVI. in Auschwitz, bei der dieser „deutlich machte, dass der Nationalsozialismus nicht nur eine totalitäre Ideologie war, sondern es ging auch darum, den Gott der Zehn Gebote, den Gott, der auf der Seite der Menschen steht, zum Verstummen zu bringen“. Der Widerstand der Geschwister Scholl „hatte eine metaphysische Dimension. Für sie war Hitler der Antichrist“, erklärte Marx: „Es waren Menschen, die auf verschiedenen Wegen begriffen, was es heißt, Gott zu ehren und zu bezeugen“.

Diese „geistliche Dimension“ des Widerstands werde „heute oft vergessen“, kritisierte Kardinal Marx. Gegenwärtige Generationen müssten „aus der Tiefe lernen“, sagte Marx, „nicht nur in der politischen Dimension: Es geht auch um eine geistige Dimension, in die uns die Geschwister Scholl einladen“. Ihr Widerstand müsse „in seiner ganzen Bandbreite“ erfasst werden.

Die Gedenkfeier wurde veranstaltet von der Katholischen Hochschulgemeinde und der Evangelischen Studentengemeinde an der Ludwig-Maximilians-Universität München, den Anstaltsseelsorgern der JVA Stadelheim sowie vom Weisse-Rose-Institut.

Die Geschwister Scholl und Christoph Probst, Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität, haben als Mitglieder der „Weißen Rose“ in Flugblättern zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen. Sie wurden am 22. Februar 1943 im Strafgefängnis München-Stadelheim ermordet und anschließend auf dem Friedhof am Perlacher Forst beerdigt.

Widerstandsgruppe ´Weiße Rose´: Eine überlebende Freundin von Alexander Schmorell, Lilo Fürst-Ramdohr, berichtet







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