24 Februar 2013, 08:00
kath.net-Novene: Demut? Mut zur Demut!
 
Hildegard13
 
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„Bitten wir Gott um den Mut und die Demut, den Weg des Glaubens zu gehen.“ - In den letzten Tagen des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. betet kath.net für den Papst und für seinen Nachfolger – Tag 5 der Novene – Von Marcus Knaup

Vatikan (kath.net)Gemäß dem Motto, dass man für Menschen, die man liebt, besonders beten sollte, lädt kath.net zur großen Novene für Papst Benedikt XVI. und seinen Nachfolger im Petrusamt ein.

Tag 5 der Novene:
„Bitten wir Gott um den Mut und die Demut, den Weg des Glaubens zu gehen.“

Hinführung:

Als „demütige Arbeit im Weinberg des Herrn“ wollte Benedikt XVI. seinen Petrusdienst verstanden wissen.
Demut: Ein – zugegeben – schwieriges Wort. Damit ist keine Haltung der Feigheit und Schwäche gemeint. Erst recht keine aufoktroyierte Unterwerfung. Etwas Unfreies. Auch kein „Unter-den-Scheffel-Stellen“ eigener Stärken.

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Demut: Das meint, Gott als den je Größeren, den Unübertrefflichen, anzuerkennen. Vor solch einem Gott, der sich selbst herabbeugt, eine wahrhafte Gesinnung des Dienens zu zeigen. Sich selbst nicht so wichtig nehmen, sondern Gott die erste Stelle einzuräumen.

Nicht in der Macht, sondern in der Demut seiner Liebe, so hat Papst Benedikt XVI. immer wieder gesagt, zeige sich Gott selbst. Und eben dieser klopfe an die Tür unseres Herzens. Der Schöpfer der Welt bitte uns, ihn aufzunehmen.

Gegen den immer mehr erstarkenden Individualismus und Egoismus sei uns ein Gegenmittel erwachsen: dies ist für Benedikt XVI. eine eucharistische Lebensweise, die uns immer mehr prägen und christusförmiger machen sollte.

In seiner Predigt auf dem Flughafengelände in Freiburg während seines Deutschlandbesuches sagte der Pontifex: „Bitten wir Gott um den Mut und die Demut, den Weg des Glaubens zu gehen, aus dem Reichtum seines Erbarmens zu schöpfen und den Blick unablässig auf Christus gerichtet zu halten.“ (Predigt vom 25. Sept. 2011)

Fragen wir uns heute, am 5. Tag unserer Novene, wo wir persönlich durchaus demütiger sein könnten. Und wo mutiger? Wo können wir uns zurücknehmen, damit Gott mehr Raum bekommt? Und welche Rolle spielt der eucharistische Jesus dabei für uns?

Meditationstext:

„Die Botschaft lautet: Folgt nicht dem Weg des Stolzes, sondern dem der Demut. Schwimmt gegen den Strom: hört nicht auf die gewinnsüchtigen und verlockenden Stimmen, die heute vielerorts Lebensmodelle propagieren, die von Arroganz und Gewalt, von Überheblichkeit und Erfolg um jeden Preis, vom äußeren Schein und vom Besitz auf Kosten des Seins durchdrungen sind. Ihr seid die Adressaten so vieler Botschaften, die zu euch vor allem durch die Massenmedien gelangen! Seid wachsam! Seid kritisch! Folgt nicht der Welle, die diese mächtige Kampagne der Überredung hervorbringt! Habt keine Angst, liebe Freunde, die ‚alternativen‘ Wege zu bevorzugen, die uns von der wahren Liebe aufgezeigt werden: ein nüchterner und solidarischer Lebensstil; aufrichtige und reine Gefühlsbeziehungen; ein rechtschaffener Einsatz im Studium und in der Arbeit; das tiefe Interesse am Gemeinwohl. Habt keine Angst, anders zu erscheinen und für das kritisiert zu werden, was erfolglos und altmodisch erscheinen mag.“ (Benedikt XVI. in einer Predigt am 02. Sept. 2007)

Gebet:

„Jesus, ich weiß, dass du der Sohn Gottes bist, der sein Leben für mich hingegeben hat. Ich will dir in Treue folgen und mich von deinem Wort leiten lassen. Du kennst mich und liebst mich. Ich vertraue dir und lege mein ganzes Leben in deine Hände.“ (Predigt von Benedikt XVI. am 21. Aug. 2011)

Vater unser und Gegrüßet seist du Maria im Sinne des Hl. Vaters.


Die Novene wurde verfasst von Dr. phil. Dipl. theol. Marcus Knaup

Ein besonderes Foto: Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., mit dem Allerheiligsten:





kathTube-Video: Papst Benedikt wendet sich bei der Jugendvigil auf dem Flugplatz Freiburg (September 2011) an die Jugendlichen:








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