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Wenn die Religionsfreiheit in Gefahr ist

10. Februar 2013 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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In Spanien schlägt das Observatorium für Religions- und Gewissensfreiheit Alarm: 2012 haben in Spanien 16 Angriffe auf Religionsfreiheit und religiöse Symbole (katholische, evangelische und islamische) stattgefunden.


Vatikan (kath.net/Osservatore Romano) Die Religionsfreiheit ist nicht nur in asiatischen oder afrikanischen Ländern bedroht, die diktatorischen oder fundamentalistischen Regimen unterworfen sind. Bekanntermaßen ist auch in den modernen westlichen Demokratien in mehr oder weniger verhüllten Formen die Ausübung dieses grundlegenden Menschenrechts ernsthaft gefährdet.

Das geschieht auch in Spanien, wo zur selben Zeit, in der in der Almudena-Kathedrale in Madrid ein rudimentärer, aber funktionierender Sprengsatz entdeckt und entschärft wurde, das Observatorium für Religions- und Gewissensfreiheit Alarm geschlagen hat. Es gab bekannt, daß 2012 sechzehn Angriffe auf Religionsfreiheit und religiöse Symbole, nicht nur katholische, sondern auch evangelische und islamische, stattgefunden haben.


»Daran wird die Notwendigkeit ersichtlich, daß unsere Gesellschaft einige moralische und gesetzliche Prinzipien zur Verteidigung dieses Grundrechtes aufstellt, das für alle gilt, für Gläubige und Nicht-Gläubige, und das unter Artikel 16 in unserer Verfassung steht«, unterstreicht das Observatorium in seinem Kommuniqué. Der erste dieser vom Observatorium berichteten Angriffe betraf die katholischen Studenten der Universität Complutense Madrid, wo am 22. Februar vergangenen Jahres der Dekan der Historischen Fakultät die Fakultätskapelle in einen winzigen, weniger als fünf Quadratmeter großen Raum verlegen wollte, mit dem Versuch jene Studenten, die auch an der Universität ihr Recht der Religionsfreiheit wahrnehmen wollten, »in die Ecke zu drängen«. Ende 2012 wurde diese Anordnung dann auf alle Universitätskapellen ausgeweitet, mit der erklärten Absicht, deren Schließung zu bewirken, so das Kommuniqué weiter.

Ein weiteres Kapitel betrifft die Entfernung von Kreuzen aus den öffentlichen Räumen. Das Observatorium weist auf die Ereignisse vom 24. Februar in Saragossa hin, wo die Vertreter der Partei »Chunta Aragonesista« die Entfernung des christlichen Symbols aus der Aula des Stadtrats gefordert haben.


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