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| ![]() Europa darf gemeinsam Erreichtes nicht verspielen9. Februar 2013 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone: Die Zukunft Europas darf nicht durch kurzsichtige Eigeninteressen untergraben werden - Bertones Grußbotschaft im Wortlaut Rom (kath.net/KNA) Die Zukunft Europas darf nach Worten von Kardinalsstaatssekretär Tarcisio Bertone nicht durch kurzsichtige Eigeninteressen untergraben werden. Ansonsten drohe man das gemeinsam Erreichte zu verspielen, warnte Bertone in einem Grußwort zu einem Symposium, das die Botschaften Deutschlands und Frankreichs beim Heiligen Stuhl am Donnerstagabend in Rom veranstalteten. Anlass waren die 50-Jahr-Feiern des Elysee-Vertrags. Der Kontinent müsse auch in Zukunft auf dem natürlichen Sittengesetz, auf christlichen Werten und Menschenrechten aufbauen, betonte der Kardinalstaatssekretär. Sie bildeten die Grundlagen einer Politik, die «der Gerechtigkeit und dem Frieden, dem Fortschritt der ganzen Menschheitsfamilie dient». Der Kurienkardinal würdige den Elysee-Vertrag als eine «wichtige Etappe auf dem gemeinsamen Weg der Versöhnung und der Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen». Insbesondere lobte er den «persönlichen Einsatz der Väter dieses Vertrages, Charles de Gaulle und Konrad Adenauer», und er erinnerte an ihre gemeinsame Teilnahme an der Versöhnungsmesse in der Kathedrale von Reims am 8. Juli 1962. - Redner des Symposiums waren die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und der französische EU-Kommissar Michel Barnier. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Das Grußwort von Kardinalstaatssekretär Bertone im Wortlaut: Exzellenzen! Geschätzte Autoritäten! Die Veranstaltungen zum 50. Jahrestag einer wichtigen Etappe auf dem gemeinsamen Weg der Versöhnung und Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen ruft auch den persönlichen Einsatz der Väter dieses Vertrages, Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, in Erinnerung. Schon zuvor hatten diese beiden großen politischen Gestalten des Nachkriegseuropas durch ihre Teilnahme an der Versöhnungsmesse in der Kathedrale von Reims deutlich gemacht, daß Politik sich auf einer Basis gründet, die sie sich nicht selber geben kann. Das vom Schöpfer in das Herz des Menschen eingeschriebene natürliche Sittengesetz und die vom Evangelium her geformten Werte und Menschenrechte bilden die Grundlage einer Politik, die wahrhaft der Gerechtigkeit und dem Frieden, dem Fortschritt der ganzen Menschheitsfamilie dient. Auf diesem Fundament muß auch in Zukunft Politik aufbauen, damit das gemeinsam Erreichte nicht durch neue Herausforderungen und kurzsichtige Eigeninteressen untergraben oder deswegen gar aufgegeben wird. Der Friede ist eine bleibende Aufgabe, die immer wieder neu erfüllt werden muß. In diesem Sinne erbittet Papst Benedikt XVI. den Teilnehmern an der Konferenz sowie allen Menschen in Frankreich und Deutschland für die Zukunft ihrer Länder und ganz Europas in Frieden und Freiheit Gottes Schutz und reichen Segen. Mit besten persönlichen Wünschen und herzlichen Grüßen Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuEuropa
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