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'Holocaust light - gibt es nicht!'11. Februar 2013 in Chronik, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Dokumentarfilm über das Schicksal einer israelischen Malerin
Korntal (kath.net/idea) Mehr Verständnis für Israel soll ein Dokumentarfilm über eine Jüdin wecken, die zwischen 1941 und 1945 Ghettos und Konzentrationslager überlebte und sich seit etwa 25 Jahren für die Völkerverständigung einsetzt. Holocaust light gibt es nicht! heißt der 90-minütige Streifen, den die Berliner Regisseurin Ilona Rothin im Auftrag des christlichen Israel-Werks Feigenbaum in Korntal bei Stuttgart gedreht hat. Er schildert den Besuch der heute 79-jährigen Malerin Sara Atzmon (Kfar Sirkin bei Tel Aviv) an Orten in Ungarn, Österreich und Deutschland, an denen die Nationalsozialisten sie quälten und ihren Vater sowie drei ihrer Geschwister töteten. Dabei wird sie von ihrer Enkeltochter Schachaf begleitet. Als Kontrast greift der Film die zunehmende Holocaust-Müdigkeit in Deutschland und das sich ausbreitende Unwissen über das Geschehen im Dritten Reich auf. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa (Berlin) und einer Expertenstudie im Auftrag des Bundestages zufolge hegen rund 20 Prozent der Deutschen einen latenten Antisemitismus. Jeder fünfte junge Erwachsene könne mit dem Begriff Auschwitz nichts anfangen. Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden mehr als eine Million Menschen, hauptsächlich Juden, umgebracht. 
Wer die Geschichte nicht kennt, versteht Israel nicht, erläuterte der Vorsitzende von Feigenbaum, Wilfried Bullinger, der Evangelischen Nachrichtenagentur idea die Absicht des Films. Auch Sara Atzmon ist überzeugt: Das Wissen um die Barbarei der Nazis schafft ein Gespür, heute Unrecht, Rassendiskriminierung und Unterdrückung zu erkennen. Israels Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsmann, dankte der Feigenbaum-Initiative und ihren Unterstützern. Sie trage dazu bei, Zivilcourage zu stärken und Brücken zwischen Menschen und Nationen zu bauen. Deutschland-Premiere hatte der Film im November beim Internationalen Filmfest in Braunschweig. Voraussichtlich ab Herbst wird er auch als DVD vorliegen. Feigenbaum will Israels Rolle in der Welt verdeutlichen Die Organisation Feigenbaum wurde 1962 von dem deutschen Juden und Holocaust-Überlebenden Paul Taine (1903-1987) gegründet. 1942 kam er zur Überzeugung,dass Jesus der Messias Israels ist. Um seine Lebensgeschichte zu publizieren, rief er den Feigenbaum-Verlag (heute Verein Feigenbaum) ins Leben. Zu den Aufgaben gehört, die Erwählung Israels und seine besondere Rolle im Plan Gottes für die Welt zu verdeutlichen, Christen die jüdischen Wurzeln ihres Glaubens bewusst zu machen und soziale Einrichtungen in Israel zu fördern. Der Name leitet sich von einem Jesus-Wort ab: Seht den Feigenbaum und alle Bäume, wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es ... so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist (Lukas 21,29-31). Der Trailer:

Foto Sara Atzmon: © aus obigem Trailer/Screenshot
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Lesermeinungen| | jean-louis 11. Februar 2013 | | | | Treffender Titel, zu einem, wie ich finde wichtigen Thema , das vielleicht wegen eines breiten Konsenses nicht die ganz grosse Diskussion auslösen wird,. Das kann bei einem so sensiblen Thema aber auch ein Vorteil sein. Es ist einfach so, dass man die Aussagen von Frau Rothin, Frau Atzmon, Herrn Bullinger, Herrn Hadas-Handelsmann,.. usw, sowie die Initiative \"Feigenbaum\", nur voll unterstützen kann. Wenn ich mir die Programme und Aktivitäten in den Schulen so anschaue - betreffend der Judenverfolgung - wird diese Thematik in meinen Augen gut und angemessen behandelt. Es gilt wachsam bleiben. Der \"Bazillus der Pest\" (Albert Camus) ist nicht definitiv besiegt: er kann jeder Zeit erwachen und aktiv werden, wenn unsere Wachsamkeit nachlässt. |  0
| | | | | 11. Februar 2013 | | | | Ich mache mal den Anfang ... Die an sich diskussionfreudige Bloggerschar hier wird sich bei diesem Thema schwer tun, eine Meinung zu entfalten. Zu groß ist die Gefahr, dass man sich als Antisemit outet, wenn man nicht in das gleichstimmige Mantra der Erinnerer und Mahner einstimmt, wider die Gefahr des Vergessens und Verdrängens. Ich sehe diese Gefahr nicht. Wenn ich mir die Lehrpläne meiner Kinder anschaue, die verschiedene Schulen besuchen, dann nimmt dieses Thema breiten Raum ein, den Besuch einer KZ-Gedenkstätte eingeschlossen. Es gibt bereits sehr viele Filme zu diesem Thema. So könnte ich mir vorstellen, dass dieser Film nicht das ganz große Publikum finden wird. Ich denke, die Grenzen des Diskussionskorridors sind damit erreicht. Punkt. |  1
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