04 Februar 2013, 11:15
Cartellverband verurteilt Gewalt rund um Akademikerball
 
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Akademikerball nicht von ÖCV, trotzdem Übergriffe gegen dessen Mitglieder und Drittpersonen - Differenzierung nötig: Katholische Studentenverbindungen haben mit Burschenschaften nichts zu tun

Wien (kath.net/KAP) Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) verurteilt die gewaltsamen Übergriffe, die rund um den Akademikerball vergangenen Freitag in Wien verübt wurden. Unter den Opfern befänden sich Mitglieder des ÖCV und andere Personen, die diese Veranstaltung weder besuchen wollten noch in Verbindung mit Burschenschaften oder der FPÖ Wien als Ballveranstalter stehen würden, so in einer Aussendung am Montag. "Gewalt gegen Andersdenkende" sei nicht nur abzulehnen, sondern "in einer Demokratie in keiner Weise rechtfertigbar", sagte ÖCV-Präsident Ewald Salzger.

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"Noch schlimmer ist es, wenn sie sich gegen Personen oder Einrichtungen richtet, die mit der Sache nichts zu tun haben. Solche Ausartungen haben in einer aufgeklärten Demokratie nichts verloren und sind aufs Schärfste zu verurteilen", so der Präsident des mit 13.000 Mitgliedern größten Studenten- und Akademikervebandes von Österreich.

Laut Cartellverband wurden Attacken gegen Einzelpersonen und kleine Gruppen verübt, teilweise auch gegen CVer, die ohne Couleur (also ohne Verbindungszeichen wie Band und bunte Studentenmütze) unterwegs waren. Sie seien mit "Nazis raus"-Parolen "angefeindet, angespuckt" und teils angegriffen worden, teilte der ÖCV mit.

Außerdem seien Sachbeschädigungen verübt worden: Die Eingangstür zum Vereinslokal einer ÖCV-Verbindung sei manipuliert und verklebt, die Fahne der Verbindung in Brand gesetzt worden.

"Rund um den Akademikerball fand von Medienseite eine klare Differenzierung von schlagenden und katholischen Verbindungen statt. Das ist leider nicht immer der Fall. Journalisten, die zwischen nationalen, schlagenden und katholischen Verbindungen nicht klar unterscheiden, machen sich an Attacken gegen CVer mitverantwortlich", so Salzger. Burschenschaften und katholische Studentenverbindungen würden in entscheidenden Fragen völlig gegensätzliche Positionen vertreten. Die Behörden müssten außerdem "wehrlose Passanten" besser vor "gewaltbereiten Aktivisten" schützen, mahnte Salzger.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
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