
'Pille danach': Mediziner relativieren Meisner-Klarstellung3. Februar 2013 in Deutschland, 36 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Mediziner nach Erklärung von Kardinal Meisner zur "Pille danach": In Deutschland nur Produkte erhältlich, die auch bereits befruchtete Eizellen vernichten.
Köln (kath.net) Die Diskussion rund um die "Pille danach" ist auch nach der Erklärung von Kardinal Joachim Meisner offensichtlich noch nicht zu Ende. Meisner hatte vergangene Woche folgendes erklärt: "Wenn nach einer Vergewaltigung ein Präparat, dessen Wirkprinzip die Verhinderung einer Zeugung ist, mit der Absicht eingesetzt wird, die Befruchtung zu verhindern, dann ist dies aus meiner Sicht vertretbar." Diese Erklärung stößt allerdings laut Vorabmeldung des "Spiegels" bei Medizinern auf Verwunderung. Auf dem deutschen Markt sind derzeit laut dem Zeitungsbericht nur zwei Produkte erhältlich ("elleOne" und "PiDaNa"). Beide verhindern aber nicht nur einen Eisprung der Frau, sondern können auch bereits befruchtete Eizellen vernichten. Damit dürfte logischerweise auch weiterhin in katholischen Krankenhäusern keine "Pille danach" in Deutschland zur Anwendung kommen. 
Vatikanerklärung zur "Pille danach"
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. |