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| ![]() Bayerische Bischöfe wollen auf Konkordatslehrstühle verzichten1. Februar 2013 in Deutschland, 7 Lesermeinungen Die bayerischen katholischen Bischöfe wollen künftig auf ihr Recht verzichten, bei der Besetzung von Konkordatslehrstühlen außerhalb der Katholisch-Theologischen Fakultäten mitzuwirken. Waldsassen (kath.net/KNA) Die bayerischen katholischen Bischöfe wollen künftig auf ihr Recht verzichten, bei der Besetzung von Konkordatslehrstühlen außerhalb der Katholisch-Theologischen Fakultäten mitzuwirken. Das teilte der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, am Donnerstag nach Abschluss der Herbstvollversammlung der bayerischen Bischöfe in Waldsassen mit. Das Katholische Büro Bayern sei damit beauftragt worden, die erforderlichen Kontakte zum Heiligen Stuhl und dem Freistaat Bayern herzustellen. Marx fügte hinzu, die Bischöfe hätten die Materie «sachlich und nüchtern» behandelt. Die «geschichtlichen Rahmenbedingungen» seien heute eben anders. In Bayern gibt es 21 sogenannte Konkordatslehrstühle außerhalb theologischer Fakultäten an staatlichen Universitäten. Davon betroffen sind die Fächer Philosophie, Pädagogik und Gesellschaftswissenschaften. Bei der Ernennung von Professoren steht dem Ortsbischof bisher ein Vetorecht zu. Diese Regelung hängt in Bayern mit der Auflösung der Konfessionsschulen 1968 zusammen. Damals übernahm der Staat die kirchliche Lehrerausbildung in seine Universitäten und räumte den Bischöfen im Gegenzug ein Mitspracherecht bei der Besetzung bestimmter Lehrstühle ein, an denen katholische Lehrer ausgebildet werden. In den vergangenen Jahren gab es mehrere juristische Auseinandersetzungen um die Besetzung von Konkordatslehrstühlen. So klagte zuletzt die konfessionslose Saarbrücker Philosophin Ulla Wessels in Karlsruhe gegen ihre Nichtberücksichtigung bei der Berufung auf einen Konkordatslehrstuhl für praktische Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie wurde dabei von mehreren laizistischen Zusammenschlüssen unterstützt. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuBayern
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