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Serie von Opferstockeinbrüchen geklärt

31. Jänner 2013 in Österreich, 1 Lesermeinung
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Erhebungen zu Brandstiftungen in Amstetten werden intensiv geführt - Bischof Küng: Die beste Maßnahme zum Schutz der Kirchen sei, wenn diese „regelmäßig von Menschen besucht“ werden.


St. Pölten (kath.net/dsp) Eine Serie von zumindest 58 Einbrüchen in Opferstöcke in niederösterreichischen Kirchen konnte die Polizei klären. Dies gab der NÖ Landespolizeidirektor Hofrat Franz Prucher in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Diözesanbischof Klaus Küng im Bistumsgebäude in St. Pölten bekannt.

Ein 34-jähriger tschechischer Staatsbürger konnte nach Hinweisen des Pfarrers von Großsiegharts, Josef Pichler, festgenommen werden. Es konnten ihm bisher 58 Opferstockeinbrüche in den Bezirken Gmünd, Waidhofen/Thaya, Horn, Krems/Land, Hollabrunn, Mistelbach und Gänserndorf nachgewiesen werden. Zwei weitere Tschechen konnten nach Hinweisen des Mesners der Wallfahrtskirche Sonntagberg festgenommen werden. Ihnen konnten zahlreiche Einbrüche in Opferstöcke in Nieder- und Oberösterreich nachgewiesen werden.


Bischof Küng bezeichnete die Diebstähle in Kirchen als „Attentat auf die Gläubigen und was ihnen wertvoll ist“. Er sei „sehr dankbar für die Bemühungen und den Einsatz“ der Polizei und sprach seine Anerkennung aus „für Fleiß und Erfolg bei den Ermittlungen“. Was die Sicherheit der Kirchen angehe, sei er selbst im „Zwiespalt“, sagte Küng: Einerseits sei es „ein Anliegen, dass die Kirchen offen stehen, damit die Gläubigen die Gotteshäuser aufsuchen können, auch wenn wir wissen, dass Gefahren bestehen“. Gleichzeitig sei er „schon beeindruckt, wenn Kirchen fast fischzugartig ausgeraubt werden“.

Die beste Maßnahme zum Schutz der Kirchen sei, wenn diese „regelmäßig von Menschen besucht“ würden, sagte Küng. Es sei bedauerlich, dass bei einzelnen Kirchen die Weisung gegeben werden musste, diese außerhalb bestimmter Gebetszeiten zu schließen. Dies sei vor allem in Gemeinden im Waldviertel notwendig, wo die meisten Menschen auswärts arbeiten. Auch würden gemeinsam mit der Polizei weitere Sicherungsmaßnahmen überlegt, erklärte Küng. Vor allem bei Kirchenrenovierungen solle der Einbau von Sicherheitseinrichtungen mit bedacht werden. Weiters sei die bereits abgeschlossenen Inventarisierung aller Kunstgegenstände durch den Diözesankonservator eine wichtige Schutzmaßnahme.

Andererseits wolle man „aus den Kirchen keine Festungen machen“, betonte Landespolizeidirektor Prucher. Wie die Festnahmen der Serientäter zeigten, würden die gemeinsam von Polizei und Diözese getroffenen „Maßnahmenbündel“ Früchte tragen. Die Pfarrverantwortlichen und die Bevölkerung seien „sensibilisiert“ und würden aufmerksamer auf ungewöhnliche Vorgänge reagieren. Auch die häufigere Leerung der Opferstöcke mache Einbrüche zunehmend unattraktiv.

Zu den Brandstiftungen in drei Amstettener Kirchen vor Weihnachten erklärte Prucher, die Erhebungen würden „intensiv geführt“. Er sei davon „überzeugt, dass die Anschläge geklärt werden“.


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