Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  2. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  3. ZDF hasst Katholiken
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Wahrheit ist heilsrelevant
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. Technisch brillant, geistig obdachlos
  13. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium

Schönborn in ZIB 2: 'Wir unterstützen Flüchtlinge weiterhin'

30. Jänner 2013 in Österreich, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Erzbischof zur Votivkirche: "Flucht ist kein Verbrechen. Wir stehen nach wie vor voll und ganz zu den Flüchtlingen" - Kirche sagt Unterstützung bei Anliegen nach Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber zu


Wien (kath.net/KAP) Die Kirche "steht weiterhin hinter den Flüchtlingen und Asylwerbern in der Wiener Votivkirche und unterstützt sie in ihrem politischen Anliegen nach einem besseren Zugang zum Arbeitsmarkt": Das hat Kardinal Christoph Schönborn (Foto) am Dienstagabend in der ZIB 2 im Gespräch mit Armin Wolf unterstrichen und dabei seine Zuversicht für eine gemeinsame Lösung mit den Betroffenen betont. Es gebe ein von gegenseitigem Vertrauen geprägtes Verhältnis, was unter anderem darin zum Ausdruck komme, dass die Flüchtlinge die Votivkirche als Gotteshaus von Beginn an respektiert hätten und es nie zu einer Störung von Gottesdiensten oder ähnlichem gekommen sei. Richtigstellen müsse man außerdem, dass die Votivkirche "nicht besetzt" ist, sondern weiterhin als Gotteshaus dient.

Ausdrücklich wehrte sich Kardinal Schönborn auch gegen Applaus, den seine jüngste Kritik an Votivkirchen-Aktivisten insbesondere von Seiten rechter Parteien bekommen hatte. "Flucht ist kein Verbrechen, Flüchtlinge sind keine Verbrecher", stellte der Wiener Erzbischof einmal mehr klar.


Seine Kritik an einzelnen Aktivisten erläuterte er unter Verweis auf eine "bereits spruchreife" Lösung in der Vorwoche, die in der Übersiedelung der Flüchtlinge aus der Votivkirche in ein Kloster bestanden hätte. Diese Lösung sei schließlich gescheitert, "weil bestimmte Kreise versuchen, politische Lösungen zu erzwingen, die auf diese Weise aber nicht zu erzwingen sind". Die Kirche unterstütze nach Möglichkeiten die Anliegen der Protestierenden, allerdings habe man immer klar dazu geraten, "nichts zu fordern, was der Gesetzgeber klar ausschließt und was auch keine österreichische Instanz aushebeln kann".

Auch habe der Wiener Caritasdirektor Michael Landau bereits vor Weihnachten darüber geklagt, dass die Absichten, die Protestierenden in qualitätsvolle, warme Quartiere zu bringen, "immer wieder von Leuten unterlaufen wurden, die den Flüchtlingen Angst machen und ihnen einflüstern, dass man uns nicht trauen darf." Die Mitarbeiter von Caritas, Diakonie, Johannitern und der Pfarre seien ausdrücklich von seiner Kritik ausgenommen gewesen, bekräftigte Schönborn.

Schließlich zeigte sich Schönborn zuversichtlich, bald eine für alle Seiten tragbare Lösung gemeinsam mit den Protestierenden finden zu können - sowohl im Blick auf "das politisch Mögliche" als auch im Blick auf die Frage des Quartiers für die von der Kälte in der Votivkirche bereits stark gezeichneten Flüchtlinge. Eine polizeiliche Räumung der Kirche, wie sie von einzelnen gefordert wurde, schloss Schönborn kategorisch aus.

Abschließend würdigte Schönborn - von Armin Wolf auf den Tod des Innsbrucker Altbischofs Reinhold Stecher angesprochen - den Verstorbenen als "großen, engagierten Mann und wunderbaren Mensch, Bischof, Künstler und Priester". Auch wenn Stecher in einzelnen Themen wie der Frage nach dem Zugang zum Priesteramt zuletzt eine kritische Position vertreten habe, die er selbst nicht teilen könne, so sei er Stecher immer mit großem Respekt und Bewunderung begegnet.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto Kardinal Schönborn: (c) Erzdiözese Wien


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzdiözese Wien

  1. Der Wiener Erzbischof sucht Laien als Berater – Bitte melden!
  2. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  3. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. Gebetsgarten in Wien-Floridsdorf von Unbekannten verwüstet
  6. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  7. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  8. Das ist unser Beitrag zur Überwindung der Krise
  9. #corona - 'Eucharistie to go' in der Erzdiözese Wien
  10. Anima-Rektor Brandmayr wird neuer Dompropst von Wiener Neustadt






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  8. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  9. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  12. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  13. Wahrheit ist heilsrelevant
  14. Eine katholische Heldin
  15. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz