
München/Bonn (kath.net/KNA) Im Streit um die kirchliche Missbrauchsstudie hat die Deutsche Bischofskonferenz laut «Süddeutscher Zeitung» (Dienstag) offenbar einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der «Anwalt der Kirche» habe einen Antrag vor dem Hamburger Landgericht zurückgezogen, der dem bisherigen Leiter der Studie, Christian Pfeiffer, kritische Aussagen über die Rolle der Kirche bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals untersagen wollte. «Damit ist dieser erneute Zensurversuch gescheitert», zitiert das Blatt den Kriminologen.
Auf Anfrage wollte sich die Bischofskonferenz am Dienstag zu diesem Vorgang nicht äußern. Am Samstag hatte Sprecher Matthias Kopp der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigt, Anwälte des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) hätten an Pfeiffer und sein Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) einen zweiten Antrag in Form einer «konkretisierten Abmahnung» gerichtet.
Die Bischöfe starteten im Sommer 2011 zwei Projekte zur Erforschung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Für eine der beiden Studien waren Pfeiffer und das KFN zuständig. Anfang Januar verkündete die Bischofskonferenz das Ende der Zusammenarbeit. Zur Begründung hieß es, man habe kein Vertrauen mehr in Pfeiffer. Derzeit sind die Bischöfe auf der Suche nach einem neuen Partner für die Studie.
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