
Paris (kath.net/KNA) Der französische Staatspräsident Francois Hollande wird am Freitag Gegner der geplanten Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe im Elysee-Palast empfangen. Wie französische Medien am Montag berichten, wird die Begegnung mit dem unabhängige Bündnis «Manifpourtous» (Demo für alle) laut Regierungskreisen an der geplanten Einführung des Gesetzes aber nichts ändern. Die Gruppierung, an deren Spitze die katholische Kabarettistin Frigide Barjot steht, hatte den Präsidenten um das Treffen gebeten.
In Frankreich hatten vor einer Woche mehrere hunderttausend Menschen gegen die Einführung der sogenannten Homo-Ehe demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 650.000 bis einer Million Teilnehmern. Unterstützt wurde die Kundgebung auch von der katholischen Kirche. Eine Gegendemonstration von Befürwortern gleichgeschlechtlicher Ehen ist für den 27. Januar geplant.
Der Ministerrat hatte im November einen Gesetzentwurf zur Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen und ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare verabschiedet. Die Nationalversammlung befasst sich damit am 29. Januar. Nach dem Willen Hollandes sollen die Neuregelungen noch im ersten Halbjahr in Kraft treten.
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