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Auf die Kirche, fertig, los! – Neues aus der Erzdiözese Freiburg

22. Jänner 2013 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
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Ich gebrauchte Unwörter wie „Heiliger Vater“, „Benedikt XVI.“, „Rosenkranz“, „die Kirche“ (mit Artikel), „Anbetung“, „Neuevangelisation“ und last but not least sogar das schreckenerregende Wort „KATHOLISCH“ – Ein Gastkommentar von Günther Knobloch


Karlsruhe (kath.net) Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Aber spätestens nachdem die fast gefüllte Peter-und-Paul-Kirche zu Karlsruhe (Erzistum Freiburg) vom residierenden Stadtdekan per Mikrofon dazu animiert wurde, auf sein Zurufen (Auf die Kirche! Fertig!) das "Los" zu brüllen, war mir klar, dass der heutige Tag nicht ohne ein gerüttelt Maß an Fremdschämen vorüberziehen würde. Nach diesem geistlich-geistlosen Impuls machten sich die 230 Vertreter der sieben im Jahre 2015 zwangsfusionierten Gemeinden aus der Mitte und dem Westen Karlsruhe auf, um den Weg zu dieser Zwangskolchose zu "gestalten". Der Weg dazu war ein "offener Raum" (Open Space), der sich allerdings nachträglich als gar nicht so offen erweisen sollte. Zuerst einmal begann der zukünftige Hauptverantwortliche, ein Priester, der mit Fleece, Sneakers und einem neckischen roten Halstuch bekleidet, eher den Eindruck erweckte er habe vor, einen Halbmarathon laufen, als der geistliche Hirte der zukünftigen Großgemeinde zu sein. Die Rede war auch entsprechend (zweck)optimistisch gehalten und gipfelte in einer wahrhaft inspirierten Zukunftsvision der Gemeinde im Jahre 2018: Zum Pfarrfest einer Pfarrei kommen zwecks Verzehr von Steaks Vertreter einer anderen Pfarrei und können sich gar nicht mehr vorstellen, wie sie es nur damals in der ehemaligen Pfarrei ausgehalten haben. Selten durfte ich Zeuge einer derart tiefgehenden und überzeugenden Beschreibung wahrhaft kirchlichen Lebens sein! Mein Fremdschämen darüber ging nahtlos in selbiges über den abermals entfesselten "Los"-Brüller obigen Mottos über.


Der nächste Schritt beinhaltete die Themensuche für die vorgesehenen 48 Gruppen. Auch ich stellte zwei Themen vor: "Weitergabe des Glaubens" und "Gebet". Allerdings machte ich bei der Vorstellung einen entscheidenden Fehler: Ich gebrauchte inoffiziell indizierte Unwörter wie "Heiliger Vater", "Johannes Paul II.", "Benedikt XVI.", "Rosenkranz", "die Kirche" (mit Artikel), "Anbetung", "Neuevangelisation" und last but not least sogar das schreckenerregende Wort "KATHOLISCH".

Ein weiterer Beitrag belehrte mich, dass das Wort "katholisch" zwar nicht wirklich verboten war, selbiges zu verwenden, aber immer mit dem Zusatz versehen werden musste: "in der eigentlichen griechischen Bedeutung allumfassend", womit aber letztlich "für alles offen" gemeint ist. Nach diesem Marathon (jetzt erst verstand ich auch den Grund für die Ausstattung des pastoralen Amtsträgers) von 48 Gruppenvorstellungen durfte sich jeder drei Gruppen anschließen.

War in der ersten Gruppe, in die ich ging, noch ein relativ konstruktives Gespräch möglich, so war bei meiner zweiten Gruppe, deren Thema ich mit "Weitergabe des Glaubens" betitelt hatte, zuerst einmal das Missverständnis auszuräumen, dass in dieser Gruppe handfeste Tipps zu erwarten seien, entweder die eigenen Kinder "spirituell erwachen" zu lassen oder die anvertrauten Kinder "auf den Weg nach innen" zu führen. Erschreckend war die Diskrepanz oder eher schon Kongruenz zwischen der beklagten Unfähigkeit, das eine zu können, und der strikten Weigerung, in irgendeiner Weise auf die Kinder erzieherisch einzuwirken - alles natürlich unter dem Vorwand "nichts überstülpen zu wollen".

Auch die völlige Verkennung des Glaubens als "etwas, das ich in meinem Innersten vorfinde", also religiöse Erfahrung als verschärfte Nabelschau fand ich doch sehr bedenklich. Das Konzept eines Gottes, der aus Liebe zu seinen Geschöpfen Mensch wird und sich als ansprechbares Du dem Menschen gegenüberstellt, war vielen in dieser Gruppe Neuland, wenn nicht gar vollkommener Unsinn. "Wir glauben ja nicht mehr wie vor 100 Jahren" (als ob diese Dame tatsächlich gewusst hätte, was die überzeitlichen Inhalte des katholischen Glaubens überhaupt wären), so lauteten die diesbezüglichen Worte einer Teilnehmerin. Bei derartig haarsträubenden Aussagen frage ich mich immer nach der Herkunft solcher Vorstellungen. Wenn man vom allgemein gesellschaftlich weit verbreiteten esoterischen Egotripp einmal absieht, geht diese gnostische Irrlehre auch auf die Ausführungen des o.g. IronMan im pastoralen Dienst zurück, der immer wieder dazu auffordert, sich über die eigenen Glaubenserfahrungen auszutauschen und ohne zu werten voneinander zu lernen. Natürlich kann das richtig verstanden auch möglich sein, aber nicht in einem Kontext von Menschen, die ja selbst die Existenz Gottes leugnen, geschweige denn auch nur die geringste Ahnung vom katholischen Glauben haben.

Ein Lichtblick war die Arbeitsgruppe "Gebet". Es versammelten sich doch immerhin sieben der 230 Anwesenden zu diesem für die Mehrheit also ausgesprochen marginalen Thema. Hier entwickelten wir allerdings in kurzer Zeit, von einer wunderbaren Einmütigkeit getragen, viele praktikable Ideen für eine Optimierung und Erneuerung des Gebetslebens der Gemeinde wie Eucharistische Anbetung an jedem Tag in der Woche durch die sieben Gemeinden hindurch. Rosenkranz vor jedem Abendgottesdienst, Erweiterung des Stundengebets in den Gemeinden und intensive Einbeziehung der Alten, Bettlägerigen und Kranken in die Gebetsanliegen der Gemeinde und der Welt. Das hört sich vielleicht selbstverständlich an, ist es aber in diesen Gemeinden bisher nicht gewesen.

Nach der Vorstellung der Gruppen im Plenum bewerteten die Teilnehmer die einzelnen Gruppen und die 11, die im Ranking am besten abschnitten, werden in einer nächsten Veranstaltung weiter bearbeitet. Das Rennen machten dabei - o Wunder - die Themen, die am glaubensfernsten positioniert waren, so eben auch die AG "Lass die Seele Atem holen! Wann hast Du das letzte Mal nichts getan?"


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Lesermeinungen

  26. Jänner 2013 
 

Noch einmal für Sie, @ Adson-von-Melk!

Der katholische Glaube im Westen hat sich durch freiwillige Abkehr verflüchtigt. Die Kirche sieht sich hier einer nie dagewesenen Krise gegenüber! Davor verschließen Sie die Augen und wiegeln ab. Fühlen Sie sich persönlich angegriffen? Hier mit punktuellen kirchengeshichtlichen Ereignissen zu kontern, geht am Anliegen von „myschkin“ und Waldi vorbei, denn die gehen vom aktuellen, westeuropäischen, flächendeckenden Glaubensschwund aus, den es tatsächlich in dieser Form noch nie gegeben hat. Was Sie an „schlimmeren“ drei Beispielen „aufgelistet“ haben, waren Missstände innerhalb der Amtskirche, oder interne Spaltungen, die auf den Basisglauben nirgends durchschlugen. Man wurde nirgends auf Dauer dem Glauben an den durch Christus geoffenbarten Gott untreu. Einen (freiwilligen) Glaubensabfall wie heute hinein in den blanken Unglauben, Säkularismus und Atheismus hat es so im Abendland noch nie gegeben. Daher der Aufruf zur NEU-Evangelisation!


3
 
 Bene16 25. Jänner 2013 
 

@Adson_von_Melk: Das freut mich!

Bei Ihrem Post erinnere ich mich an eine alte Geschichte mit etwas schwarzem Humor…

„Aus dem Chaos sprach eine Stimme:
Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte und war froh – und es kam schlimmer!“

Sie hingegen rufen uns zu: „Lächle und sei froh, es WAR schon schlimmer…“

Einem Schwerverletzten zu sagen, er solle froh sein, heute zu leben, weil die Menschen früher (ohne die modernen Schmerzmittel) noch viel mehr zu leiden hatten, entspricht sicher der Wahrheit. Ob es aber besonders einfühlsam ist?
:-)


3
 
  25. Jänner 2013 
 

@bene16: Doch, diesmal wirklich

Auch Ihren Worten stimme ich zu. Und sogar @Waldi stimme ich ein Stück weit zu: wir leben nicht in den besten Zeiten.

Aber auch nicht in den Schlechtesten, und gerade die letzten Tage habe ich etliche Postings daruf verwendet, der \"es-ist-alles-so-furchtbar-mein-Gott-so-furchtbar-war-es-noch-nie\" Fraktion gegenzuhalten.


3
 
 ? 25. Jänner 2013 
 

@Waldi

auch ich bewundere Sie und lese gerne Ihre ehrlichen Kommentare, die von großer Sorge über unsere RKK sprechen!


3
 
 Bene16 25. Jänner 2013 
 

@Adson_von_Melk

Sollte Ihr Post WIRKLICH zutiefst ehrlich und ohne Ironie gemeint sein (allein mir fehlt der Glaube…), so würde ich mich Ihrer Einschätzung anschließen wollen; auch ich bewundere Waldi. Mich beeindrucken sein Durchhaltevermögen trotz zahlreicher Anfeindungen (auch in diesem Forum), sein immenses Glaubenswissen, seine unverbrüchliche Treue zur erkannten Wahrheit und seine große Liebe zu unserer einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.

Mit alledem und dank seiner mangelnden politischen Korrektheit lässt er (ein pensionierter Linienbusfahrer) so manchen aufgeplusterten Akademiker alt aussehen.
Und stellen Sie sich vor: dieser Waldi hat vor einem halben Jahr versprochen, für mich zu beten!


3
 
  24. Jänner 2013 
 

@Hadrianus: Sparta könnte viel schmucker dastehen!

Aber wissen Sie was, wenn Sie ein Geheimnis für sich behalten können: Ich bewundere @Waldi.

Jetzt ganz ohne Ironie: Das ist ein Mann von ca. 75 Jahren (hat er uns selbst wissen lassen) der offenbar seit 50 Jahren die Kirche vollständig den Bach hinunter gehen sieht. Dennoch hat er ihr die ganze Zeit über die Treue gehalten, statt die einfache Lösung zu wählen (FSSPX). Von wem wenn nicht von solchen Leuten sollten Nachkonziliare wie ich Tradition lernen?

Allerdings kann man den Stil von @Waldi haben oder den Stil von Papst Benedikt.

Ich bestürme Sie also, @Hadrianus: schweigen Sie über mein Geheimnis! Sonst glaubt @Waldi noch, dass er doch recht hat. Ein Eindruck, den ich unbedingt vermeiden möchte.

PS. Weil wir schon dabei sind, plaudere ich noch etwas aus: Während ich dies tippe, sitze ich (beruflich) mitten in Ihrem Nordbrabant.


2
 
 Hadrianus Antonius 24. Jänner 2013 
 

@Adson Spartam nactus, hanc orna(Erasmus)

Wellnessmentalität und ausgeprägter nicht differenzierter Irenismus, nicht selten einlüllend gerade bei schlimmsten Situationen, haben uns die kernige Sprache entwöhnt.
Unvergessen bleibt mir die Lektüre des großen niederländischen Autors Anton van Duinkerken (1966), zutiefst im reichen römischen Leben von Nordbrabant verwürzelt, wie er in seinen Knabenerinnerungen beschreibt wie in den Pfingst- und fronleichnamprozession an herausgehobener Stelle des öfteren ein alter bronchitischer Zouavenveteran mitlief, dabei auch noch tabakkauend und ggf. hustend und spuckend!
Aber:er hatte 1868-1870 damals sein Leben für den Hl.Vater eingesetzt.
Gerade hier ist es wichtig Demut zu üben, auch Großmut und ggf. auch liebevolle Langmut- und , da haben Sie recht, sehr viel Mut bei der Neuevangelisierung (Wobei ich hier S.E. Bisch. Hanke herzlichst danke für seinen tapferen Einsatz-Praemia pro validis!)


3
 
 Hadrianus Antonius 24. Jänner 2013 
 

@Adson Zur @Waldi\'s Wortwahl I

Geehrter @Adson-von Melk,
In der Kirche ist der Gebrauch von kräftigen Wörtern und kerniger Sprache lebendige Tradition:
Angefangen mit den Prophete, auch in den psalmen, bei Cyprian v. Karthago und Tertullian, beim Hl.Hieronymus, beim Hl. Bernhard von Clairvaux...
Die Worte von @Waldi sagen doch nichts anders als der 1. Satz des berühmten Adventsliedes: \"O Heiland reiß den Himmel auf!\"- Gib uns, mitten in der \"Latrine unseres Lebens\"(St. Bonaventura) ein Signal, ein Zeichen von Deinem Trost an uns.
Jeder Vogel singt wie ihm der Schnabel gewachsen ist- auch mal rauher, dafür ehrlich- gerade deshalb sind solche Postings von der Basis äusserst wertvoll für die Spitzen und die höhere Chargen- ein direktes Feedback und zugleich ein deutlicher Hinweis wie sehr die pastorale Sorg hier im Argen liegt.


5
 
 ususantiquior 23. Jänner 2013 
 

Drum besser wärs, dass nichts ...

Die Entscheidung, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, ist selbstredend eine schwierige Problematik. Es stellt sich die Frage, ob man positiv auch etwas zu Wege bringen kann und versucht auch einen aufgezwungenen Weg (hier die Zusammenlegung zu einer unübersichtlichen Riesengemeinde) positiv zu gestalten, oder ob man sich solchen Prozessen grundsätzlich verschließt und sich lieber die Hände in vermeintlicher Unschuld wäscht. Auch finde ich nicht ganz klar, was denn so schlimm für die vermeintlichen \"Opfer\" der Berichterstattung ist, wenn ihr Tun öffentlich wird.


2
 
 ThomasMoore 23. Jänner 2013 

Die Verwirrung ist groß

Gestern war in meiner Heimatpfarrei in München wieder ein Vortragsabend zum Thema „Ja(hr) des Glaubens“. Darüber bin ich sehr froh, denn das ist leider nicht überall selbstverständlich. Passend zur Gebetswoche der Einheit ging es diesesmal um die Ökumene und das 2. VK. Unter anderem wurden auch die Unterschiede zu den Lutheranern beispielsweise in der Eucharistielehre dargelegt.
Eine ältere Dame, die sich auf Nachfrage des Priesters als Katholikin outete, meinte: „Ist doch kein Problem, wenn die Hostien wie bei manchen Evangelischen nach der Konsekration wieder in die Hostiendose zurückgelegt werden, dann werden sie halt nochmal geweiht“


3
 
  23. Jänner 2013 
 

@Waldi: Ich habe weder Absicht noch Befugnis Ihnen den Mund zu verbieten

Sie haben dasselbe Recht wie alle anderen auf Ihre Meinung. Diese Meinung halte ich für falsch.
Sie ist meines Erachtens nicht Ausdruck der Fakten, sondern von tiefem Frust. Aber selbst dann haben sie ein gottgegebenes Menschenrecht darauf.

Nur wenn ich in einem einzigen (!) Posting folgende Kraftausdrücke vorfinde:
\"widerwärtige Exzesse, geistige Zersetzung, billiger Straßenpöbel, Leithammel, besudelt, deutsch-katholisch, Sammelsurium von Schwachsinnigkeiten\"
dann nehme ich es mir halt heraus zu widersprechen. Sicher nur aus Zufall stammen solche Postings meistens von Ihnen, @Waldi.

PS.
Ja, ich relativiere. Nein, ich rechtfertige nicht.

PPS.
Wenn von \'besudeln\' die Rede ist, dann fällt mir konkret HEUTE gar kein deutscher Name ein, sondern der von Kardinal Mahony.


4
 
 rosenkranzbeter 23. Jänner 2013 
 

Betet, betet, betet\"

Im Gebet liegt die Zukunft der Kirche. \"Betet, betet, betet\", darum bittet die Gottesmutter schon über 30 Jahre in Medjugorje. Michael Hesemann, ein katholischer Publizist meint:
\"Die Zukunft der Kirche liegt nicht in Gremien und Dialogen, sondern in Anbetung und Gebet.\" Natürlich ist das Gespräch, ist dert Austausch wichtig. Aber Hand aufs Herz: Beten Sie den Rosenkranz? Gehen Sie regelmäßig zur Eucharistischen Anbetung? Ich weiß, manchmal ist es sehr schwer, solche Möglichkeiten zu finden.


4
 
 Waldi 23. Jänner 2013 
 

@Adson_von_ Melk...

sucht fieberhaft in der Kirchengeschichte und findet immer etwas noch Schlimmeres, um das Schlimme der Gegenwart zu relativieren und zu rechtfertigen! Seine Kritik richtet sich nie gegen diese rom- und papstfeindlichen Umtriebe wie in Freiburg und auch anderswo, sondern immer gegen die Kommentatoren/innen, die diese Zustände anprangern!
Übrigens lässt mich die Kritik von Adson völlig kalt, der besonders an mir ein willkommenes Fressen gefunden hat! Von Ihnen lasse ich mir den Mund nicht verbieten!


6
 
 efa123 23. Jänner 2013 
 

Leben im EB Freiburg

Ich selbst lebe im EB Frbg. und im meiner Seelsorge-Einheit kenne ich 3 Geistliche, davon 2 Pensionäre die 50 (sic!) Jahre nach ihrer Weihe ihr Gewissen nun entdeckt haben und sich der allseits bekannten Pfarrerinitiative angeschlossen haben. Der 3. Geistliche ist gar einer der Sprecher dieser Initiative, er hat wohl viel Zeit. Aber alle 3 erinnern mich eher an Fahrer eines Paket-Dienstes :Sie liefern (Gottesdienst etc.) und verschwinden dann wieder.Im sonst. Gemeindeleben sind sie nur auf Einladung anzutreffen.Die Gestaltung der Gottesdienste ist diversen Gruppen in der Gemeinde überlassen da erlebt man Alles von von ansprechend bis skuril. Ein mir bekannter jüngerer Geistlicher der nicht zu dieser Seelsorge-Einheit gehört wurde auch schon zur Unterzeichnung aufgefordert und er glaubt seine Ablehnung dürfte ihm eher Nachteile bringen. Für mich nichts Neues,weshalb ich eine andere Pfarrkirche nun bevorzuge. Ich hoffe auf EB Gänswein, denn er ist gut informiert über sein Heimatbistum.


3
 
 Hl. Angela Merici 22. Jänner 2013 
 

Prayerfestival der Jugend2000 Freiburg

Die Jugend2000 in der Diözese Freiburg veranstaltet vom 12. - 14. April 2013 ein Prayerfestival in 74744 Ahorn-Eubigheim.
Die \"inoffiziell indizierten Unwörter\" werden dort auch verwendet. Herzliche Einladung!!!


2
 
 Angelita 22. Jänner 2013 
 

Bin ganz bei Herrn Knobloch!
Ich hab auch mal gedacht, beim Dialog wollen sie WIRKLICH mit uns reden. Und bin ganz offen hingegangen. Aber es war schnell klar, dass \"das Volk\" da instrumentalisiert werden soll zwecks Kirchenkampf.
Das kann man ruhig mal öffentlich so sagen, der Vorwurf ist anderen als herrn Knobloch zu machen!!!


7
 
  22. Jänner 2013 
 

Missionsarbeit stattt Frustabbau. Wie wär\'s?

Da hat Herr Knobloch jetzt seitenlang seinen Frust über die bösen, bösen Mitchristen abegeladen. Angetroffen bei einer Veranstaltung, die er innerlich (\"Zwangskolchose\") von vornherein ablehnte. Ich hoffe sehr, dass er sich jetzt besser fühlt, ich fühle mich eher schlechter.

Wie wäre es denn mit einem Perspektivwechsel, so \'ad experimentum\':
Wenn der Hl. Bonifaz seine germanischen Barbaren und die Hll. Cyril und Method ihre Slawen nicht ein kleines bisschen liebgehabt und an ihren wilden Bärten nicht das eine oder andere GUTE Haar gelassen hätten, dann sähe es mit der Missionierung Europas von vornherein recht mager aus.

Falls sich daher wirklich etwas bessern soll, dann empfehel ich DRINGEND, nicht den Beleidigten zu spielen. Damit haben auch andere Religionen nur sehr beschränkten Erfolg.

@Waldi: Welch extreme Wortwahl. Dabei war es schon viel schlimmer als heute!


4
 
 Albertus Magnus 22. Jänner 2013 
 

Herr Knobloch sollte mal nicht so wehleidig sein. Einen großen Anteil am Erfolg \"der Anderen\" hat leider deren Festigkeit. Unser eins aber lässt sich aus allen Bereichen des Lebens heraus drängen und schämt sich, obwohl es dazu überhaupt keinen Grund gibt. Wir sollten besser nach der \"Art der Anderen\" ohne mit der Wimper zu zucken von unserem \"Heiligen Vater\" reden, ob es jemand passt oder nicht. Das ist das Recht eines mündigen Menschen, ohne falschen Scham, ohne Bigotterie und ohne Besserwisserei aber immer ganz selbstverständlich!


7
 
  22. Jänner 2013 
 

@ Aventin

Er ist ironisch gemeint - und ernst zugleich.
Ich verstehe wirklich nicht, warum man solche Veranstaltungen hier in aller Öffentlichkeit mit reidentifizierbaren Verantwortlichen (die beteiligten Hauptamtlichen ließen sich ohne Probleme herausfinden) derart niedermachen muss, nur weil er den persönlichen Glaubensvorstellungen nicht entspricht. Eigentlich wird hier den Teilnehmern an der Veranstaltung nahezu pauschal unterstellt, dass sie eigentlich nicht mehr glauben. Und dies ist eine massive Unterstellung und Beleidigung. Ein trauriges Symptom der Kirchenkrise in Deutschland, für die alle - Konservative ebenso wie Progressive- Verantwortung tragen. Traurig, traurig... dass sogar der \"Internet-Pranger\" inzwischen nötig wird.


2
 
 Aventin 22. Jänner 2013 
 

@lauralarissa

Zu meinem Bedauern vermag ich Ihrem Beitrag nicht mit Sicherheit zu entnehmen, ob er nun ironisch oder aufrichtig gemeint ist. Eines weiß ich aber: wo katholisch draufsteht wie bei katholsche Pfarrgemeinde St. ... , da sollte auch katholisch und zwar römisch-katholisch drin sein, und nicht irgendein esoterischer Quatsch.


4
 
 la gioia 22. Jänner 2013 
 

@Waldi
Lieber Waldi, ich kann Ihnen nur Wort für Wort zustimmen. Treffender kann man diese Widerwärigkeiten und Erbärmlichkeiten gar nicht beschreiben. Ja, nur die Treue zu unserem Herrn Jesus Christus und zu unserem wunderbaren Papst läßt uns nicht verzweifeln ob solch katastrophaler Zustände!


6
 
 Angelita 22. Jänner 2013 
 

Das erinnert mich an \"Dialog\"!

Genauso, wenn nicht noch vulgärer, spielen sich die sogenannten Dialogveranstaltungen hier in Essen auch ab.
Das Erschreckende ist immer wieder, dass diese \"engagierten Katholiken\" das Gebet regelrecht fürchten und meiden. Da KANN doch nichts draus werden.
Wenn man sich schon als aufgeklärt empfindet, warum dann diese dumme Versager-Tour der letzten 40 Jahre weiter als \"modern\" verkaufen?
Kann mich Waldi und lauralarissa nur anschließen: Wenn dein Pferd tot ist, steig ab! Sowas macht einem doch die ganze Freude am Glauben kaputt.


4
 
 EinChrist 22. Jänner 2013 
 

Leider..

sind das auch meine Erfahrungen aus jahrelanger Gemeindearbeit und PGR Arbeit. Die allermeisten Veranstaltungen laufen doch so ab.
Die Untergruppen, die sich wahrlich um das wirklich Katholische bemühen, also vor allem das Gebet und die Liturgie, die sind minimal besetzt, während die Gruppen, die Organisation, Verwaltung und Leitung übernehmen mit einem Großteil der Leute besetzt sind.

Ich komme nicht drumherum: Mir geht die deutsch-katholische Kirche so etwas von auf den Geist. Mich nerven solcherlei Veranstaltungen nur noch. Mich überkommt schon das Schaudern, wenn ich nur daran denken, was hier eigentlich abläuft.

Ich kenne die katholische Kirche aus vielen anderen Ländern, unter anderem in den USA. Das ist noch etwas ganz anderes!!


5
 
 Karsten78 22. Jänner 2013 

Selbst in der Kirche wird der Glaube manchmal zur Privatsache!


3
 
 Dottrina 22. Jänner 2013 
 

Erst kürzlich

unterhielt ich mit mit einem Mann bei einem Bier und outete mich als katholisch. Er sagte, auch er sei katholisch, habe aber mit Papst und Rom nichts am Hut. Sein eigener Pfarrer habe ihn sogar ermuntert, sich nur in seiner Gemeinde zu engagieren und sozusagen den Glauben \"privat\" zu leben. Den Papst brauche man dazu nicht. Und so etwas rät einem Gläubigen ein katholischer Priester! Ich konnte es nicht fassen und habe dem Mann meine Sichtweise (cum et sub Petrus) dargelegt. Er hat zwar meine Meinung akzeptiert, aber würde es für sich selber nie verinnerlichen. Traurig nur noch!


6
 
 Waldi 22. Jänner 2013 
 

Noch nie hat es innerhalb der katholischen Kirche...

so widerwärtige Exzesse und geistige Zersetzungen gegeben wie heute. Ein billiger Straßenpöbel, unter Anfürhrung eines von der Kirche besoldeten Leithammel, besudelt die katholische Kirche in übelster Weise. Ich bin katholisch und bleibe katholisch in tiefer, unauflöslicher Verbundenheit mit Papst Benedikt XVI. und mit Rom, aber ich werde niemals deutsch-katholisch werden. Der Deutsch-Katholizismus hat sich längst von Rom gelöst und ist nur noch mit wenigen Ausnahmen ein Sammelsurium von Schwachsinnigkeiten. Die profan in vielen Kirchen gehaltenen \"Mahlfeiern\" sind für mich die größte Gefahr den katholischen Glauben zu verlieren - deshalb bleibe ich fern!


7
 
 Selene 22. Jänner 2013 
 

Moderne Katholikin

Bisher habe ich mich tatsächlich für eine moderne Katholikin gehalten und den o.g. Text zunächst für eine Satire, über die ich mich amüsiert habe.
Dann habe ich aber allmählich gemerkt, dass sich diese Versammlung tatsächlich so abgespielt hat und bekam das kalte Grausen.

Im Moment fehlen mir wirklich die Worte, außer, dass ich persönlich am Outfit des Pfarrers keinen Anstoß genommen hätte, am Inhalt der Veranstaltung umso mehr.

Wahrscheinlich bin ich doch nicht so modern, wie ich dachte.


2
 
  22. Jänner 2013 
 

Leid

Wer so leidet, wenn er Veranstaltungen der katholischen Kirche besucht, sollte sich wirklich überlegen, ob es nicht einen anderen Ort gibt, an dem er seinen Glauben besser leben kann - wo man noch wahrhaft katholisch ist. Vielleicht bei den Petrusbrüdern in Wigratzbad?


2
 
  22. Jänner 2013 
 

Wellness AG

ersetzt katholische Pfarrgemeinde, ist mein erster Eindruck.
Da werden Erinnerungen wach an die Erfahrung als Helfer beim Papstbesuch in Freiburg, mit überwiegend kirchlich organisierten Mithelfern (St. Georgspfadfinder, Gemeindemitarbeiter etc.)

Vom Glauben kaum eine Ahnung, aber ganz wichtig, jeder seine `eigene Meinung`.


6
 
 Ester 22. Jänner 2013 
 

Sehr gute Beschreibung der Situation

leider ist es so.
Die Leute haben einen spirituellen Tiefgang wie meine Badewanne udn reden geschwollen von Glaubenserfahrungen weitergeben,
Fragt man dann nach, was sie drunter verstehen kommen so Sachen wie \"Also ich bin ja geschieden (oder eigentlich evangelisch, oder ich geh ja nicht jeden Sonntag in die Kirche, nehme die Pille....) und geh trotzdem zur Kommunion und fühle mich gut dabei\"
Manchmal denke ich wir haben schon längst 2 Kirchen.
Wie gesagt, die geschmähten alten, frommen, rosenkranzbetenden alten Mütterlein meiner Kindheit strahlten mehr Glaubenserfahrung aus (auch wenn sie es nciht ausdrücken konnten) als all diese Leute.


7
 

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