20 Januar 2013, 12:10
Die Trilogie der Epiphanie
 
Hildegard13
 
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Benedikt XVI. ruft zum Gebet für die Einheit der Christen und den Frieden auf. Papst fordert ein Ende der Gewalt und des Massakers der Zivilbevölkerung. Der erste Tweet in lateinischer Sprache. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Das Evangelium von der Hochzeit zu Kana (Joh 2, 1-11) bildet zusammen mit dem Besuch der Sterndeuter und der Taufe des Herrn am Jordan „die Trilogie der Epiphanie, das heißt der Erscheinung Christi“. Dies erklärte Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem Angelusgebet am 2. Sonntag im Jahreskreis. Das Evangelium von der Hochzeit zu Kana markiere den „Beginn der Zeichen“, das heißt das erste von Jesus gewirkte Wunder, „mit dem er öffentlich seine Herrlichkeit zeigte und den Glauben seiner Jünger erweckte“.

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Mit dem Zeichen der Verwandlung des Wassers in Wein offenbare sich Jesus als der messianische Bräutigam, der gekommen ist, um mit seinem Volk einen neuen Bund einzugehen. Der Wein „ist das Symbol dieser Freude der Liebe. Doch spielt er auch auf das Blut an, das Jesus am Ende vergießen wird, um seinen Hochzeitsbund mit der Menschheit zu besiegeln“.

Die Kirche „ist Braut Christi“, so der Papst, „der sie heilig und schön macht durch seine Gnade“. Dennoch bedürfe diese aus Menschen gebildete Braut stets der Reinigung. Eine der schwersten Schuld, die das Antlitz der Kirche entstellten, sei jene gegen ihre sichtbare Einheit. Benedikt XVI. erinnerte an die Gebetswoche für die Einheit der Christen (18. bis 25. Januar) als einen Moment, den die Gläubigen und Gemeinden immer schätzten und der in allen das Verlangen und den geistlichen Einsatz für die volle Gemeinschaft erwecke.

Benedikt XVI. rief die Vigilfeier Tausender von jungen Menschen beim internationalen Jugendtreffen vor einem Monat der Gemeinschaft von Taizé auf dem Petersplatz in Erinnerung: „ein Augenblick der Gnade, bei dem wir die Schönheit erfahren haben, eins zu sein in Christus“. Der Papst ermutigte alle, gemeinsam dafür zu beteten, damit das, „was der Herr von uns erwartet“, verwirklicht werde. Das Thema der Gebetswoche sei von einigen christlichen Gemeinden Indiens vorgeschlagen worden, „die einladen, entschlossen zur sichtbaren Einheit aller Christen voranzuschreiten und so jede Art der ungerechten Diskriminierung zu überwinden“.

Abschließend fügte der Papst dem Gebet für die Einheit der Christen das Gebet um den Frieden hinzu. Benedikt XVI. forderte, dass in den verschiedenen Kriegen das Massaker der unschuldigen Zivilbevölkerung sowie jede Form der Gewalt ein Ende finden. Es solle der Mut zum Dialog und zur Verhandlung gefunden werden.


Die Pilger aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen. Das Evangelium des heutigen Sonntags erzählt uns von der Hochzeit zu Kana, wo Jesus sein erstes Wunder wirkt. Auf die Bitte seiner Mutter Maria und durch die Mitarbeit der Diener, die sechs Krüge mit Wasser füllen, hilft der Herr den Brautleuten aus einer Notlage. Dies ermutigt uns, daß auch wir uns der Fürsprache Marias anvertrauen und uns von ihr – wie die Diener des Evangeliums – anspornen lassen, das Wort Jesu wahr zu machen, mitzuwirken, mit ihm ihm zu folgen und so auf dem Weg zu Gott zu gehen. Dazu kommt, daß wir in dieser Gebetswoche für die Einheit der Christenheit beten. So suchen wir uns besonders in das Gebet Jesu hineinzugeben, der dies von seinem Vater für die Geschichte erbetet hat. Versuchen wir, einander zu lieben, indem wir uns in Christus als Brüder und Schwestern erkennen. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag.


Der erste Tweet auf Latein:

Unitati christifidelium integre studentes quid iubet Dominus? Orare semper, iustitiam factitare, amare probitatem, humiles Secum ambulare.

Was will Gott, dass wir für die Einheit der Christen tun? Treu beten, recht handeln, anderen in Güte begegnen und deinen Weg mit Gott gehen.








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