
Jerusalem (kath.net/KAP) In Israel steigt die Geburtenrate bei jüdischen Müttern im Gegensatz zu muslimischen. Das geht aus dem Jahresbericht 2011 des Zentralen Statistikbüros in Jerusalem hervor. Demnach sank die Kinderzahl je Muslimin von durchschnittlich 4,74 Kindern im Jahr 2000 bis 2011 auf 3,51. Jüdinnen in Israel bekamen 2011 durchschnittlich 2,98 Kinder, verglichen mit 2,53 Kindern im Jahr 1995. Die Geburtenrate drusischer Frauen lag bei durchschnittlich 2,33 Kindern, die der arabischen Christinnen bei 2,17.
Insgesamt wächst die israelische Bevölkerung: 2011 lebten laut der Statistik 7,84 Millionen Menschen in Israel, ein Plus 1,8 von Prozent. Davon waren 20,4 Prozent Araber; mehrheitlich sind sie Muslime.
Rund vier Prozent der israelischen Staatsbürger leben laut dem Bericht in den von Israel besetzten Gebieten.
Trotz der sinkenden Geburtenrate bei Muslimen lag das Bevölkerungswachstum der arabischen Bevölkerung 2011 mit 2,4 Prozent noch deutlich höher als bei jüdischen Israelis (1,7 Prozent). Die Statistik belegt eine Konzentration der arabischen Einwohner im Norden des Landes.
Dem Christentum gehören laut den jüngsten Zahlen 158.000 Bewohner Israels an, was derzeit einen Anteil von rund 2,2 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Über 80 Prozent der israelischen Christen sind Araber, der Rest stammt aus Einwanderern vor allem aus europäischen Ländern oder aus der Sowjetunion.
Insgesamt lebt mehr als ein Viertel der Einwohner Israels in den sechs größten Städten Jerusalem, Tel Aviv-Jaffa, Haifa, Rischon le Zion, Petach Tikwa und Aschdod. Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, liegt die Lebenserwartung jüdischer Männer mit durchschnittlich 80,7 Jahren weiterhin höher als bei arabischen Männern (76,4).
Für 2012 geht das Statistikamt von einem Anstieg der Gesamtbevölkerung auf 7,98 Millionen Personen aus. Die Zahl der jüdischen Israelis liegt mit 6,015 Millionen erstmals über sechs Millionen; das sind 75,4 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Laut Schätzungen der Behörde wird die Bevölkerungszahl in Israel bis 2035 auf 10 bis 12,8 Millionen steigen. Der Anteil der arabischen Bevölkerung werde dann bei 2,3 bis 2,9 Millionen liegen.
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